Regierungssuche in Italien Lega und Fünf Sterne melden Fortschritte

Sie wollen dem Land innerhalb kurzer Zeit "eine Antwort und eine politische Regierung" geben: In Italien berichten die Lega und die Fünf-Sterne-Bewegung von positiven Gesprächen.

Luigi Di Maio
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Nach Silvio Berlusconis Verzicht auf eine Regierungsbeteiligung kommen die Gespräche zwischen der rechtspopulistischen Lega und der Fünf-Sterne-Protestbewegung in Italien anscheinend gut voran. Man habe bedeutende Schritte nach vorn gemacht, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der potenziellen Bündnispartner. Das Ziel sei, innerhalb kurzer Zeit "dem Land eine Antwort und eine politische Regierung" zu geben.

Zwei Monate nach der Wahl hatten sich die europakritischen Parteien gegen die vom Präsidenten Sergio Mattarella vorgeschlagene Übergangsregierung und Neuwahl ausgesprochen und Gespräche wieder aufgenommen. Entscheidend war der Rückzug Berlusconis, dessen Forza Italia und die Lega eine Allianz gebildet, aber eine Mehrheit verfehlt hatten; Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio hatte stets erklärt, nur mit der Lega, aber nicht mit Forza Italia zusammenarbeiten zu wollen.

Berlusconi sagte am Mittwoch allerdings auch, seine Forza werde ein Bündnis Lega/Fünf Sterne im Parlament nicht unterstützen. Zudem werde die Forza mit der Lega auf lokaler Ebene auch weiterhin verbündet bleiben.


Mehr zur Konstellation in der italienischen Politik lesen Sie hier.

hut/dpa



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