Rom - Mehrere zehntausend Italiener haben am Samstag in Rom gegen die Regierung und für wirksamere Maßnahmen im Kampf gegen die Wirtschaftskrise protestiert.
Das Kabinett von Ministerpräsident Silvio Berlusconi unternehme derzeit "nichts", um die Arbeiter und Rentner zu unterstützen, sagte der Chef des größten italienischen Gewerkschaftsverbands CGIL, Gugliemo Epifani, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Ansa. Nach Gewerkschaftsangaben nahmen rund hunderttausend Menschen teil. Bei einem ähnlichen Aufmarsch im April, zu dem ebenfalls die CGIL aufgerufen hatte, waren bereits Zehntausende Menschen dabeigewesen.
Der neue Vorsitzende der linksgerichteten Demokratischen Partei (PD), Pierluigi Bersani, warf der Regierung bei der Demonstration in der italienischen Hauptstadt vor, seit seiner Wahl "18 wertvolle Monate" vergeudet zu haben. Das Parlament müsse jetzt dringend dafür sorgen, dass der Konsum bei den Familien angekurbelt werde, die Unternehmen investierten und mehr Arbeit geschaffen werde.
can/dpa/AFP
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