Präsidententochter Ivanka Trump bekommt Büroräume im Weißen Haus

Ihr Ehemann hat bereits eigene Räume im West Wing des Weißen Hauses. Nun erhält auch Ivanka Trump Büros. Einen offiziellen Posten bekommt die Tochter von US-Präsident Donald Trump allerdings nicht.

Ivanka Trump (Archivbild)
REUTERS

Ivanka Trump (Archivbild)


Die Rolle von Donald Trumps Tochter Ivanka als Beraterin ihres Vaters wird größer. Die 35-Jährige erhält eigene Büroräume im West-Flügel des Weißen Hauses. Zudem soll sie noch in dieser Woche mit Kommunikationsmitteln der Regierung ausgerüstet werden. Eine offiziellen Posten habe sie jedoch nicht, berichtet das Magazin "Politico" unter Berufung auf den Anwalt der Präsidenten-Tochter, Jamie Gorelick. Ein Sprecher des Weißen Hauses bestätigte den Bericht später.

Demnach wird sie keine Bezahlung bekommen, erhält aber Zugang zu Geheiminformationen. Ivanka Trumps Ehemann Jared Kushner arbeitet bereits als Trumps Berater im Weißen Haus. Als Kushner vorgestellt wurde, hatte es noch geheißen, Ivanka Trump werde sich zunächst auf den Umzug von New York nach Washington und ihre Kinder konzentrieren. Seitdem war sie jedoch häufig an der Seite ihres Vaters zu sehen und nahm an Treffen mit ausländischen Staatschefs teil, unter anderem beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche.

Dass Staats- oder Regierungschefs demokratisch nicht legitimierte Familienmitglieder ohne offizielle Rolle in die Regierungsgeschäfte einbeziehen, ist in westlichen Demokratien nicht üblich. Ivanka Trump werde sich an alle Ethik-Regeln halten, die auch für offizielle Regierungsbedienstete gälten, sagte ihr Anwalt. Sie soll nicht vereidigt werden. "Ein erwachsenes Kind des Präsidenten zu haben, das aktiv in die Regierung eingebunden ist, ist Neuland", räumte Gorelick ein.

max/dpa/AP/Reuters



insgesamt 40 Beiträge
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Beijinger 21.03.2017
1. Es sollte jetzt auch
Jedem Trump Fan und Breitbart News Konsumenten klar werden, was diese Familie im WH will. Sich persönlich bereichern und grandios abkassieren. Aber das Ende ist nahe, dann werden diese schamlosen Abzocker vom WH- Hof gejagt und das ist gut so.
sven2016 21.03.2017
2.
Bei Don Vito Corleone waren es die Söhne, wenn ich mich richtig erinnere. Da kann man ahnen, wer in vier Jahren für die dann ehemaligen Republikaner kandidieren wird, wenn King Donald I. sich dement auf das Altenteil zurückzieht.
COLLOT 21.03.2017
3. Vetternwirtschaft
Aber immerhin lebt die Frau vom Schmuckverkauf...
aurichter 21.03.2017
4. Vetternwirtschaft
die nicht verheimlicht und auf die Spitze getrieben wird. Die amerikanische Form der Romanows, also Regierung 3.x - wer weiss schon, was da noch kommt. Es gibt ja noch genügend Family, die berücksichtigt werden kann. Niedlich der Hinweis, dass die gute Ivanka kein Gehalt bekommt, da lassen sich jetzt sicher lukrativere Einnahmequellen finden. Trump gegen "Esteblishment" - jaja so geht das also! Finden seine Jünger sicher ganz toll, so werden "Arbeitsplätze" geschaffen, hervorragendes Anschauungsmaterial. Und die Reps wie Ryan, Cruz etc wandeln sich von Esel in Schafe *brüll*
reader0815 21.03.2017
5. Bruch mit bewährten Traditionen und Standarts
Trump sägt an allen demokratischen Grundfesten und Traditionen. "Dass Staats- oder Regierungschefs demokratisch nicht legitimierte Familienmitglieder ohne offizielle Rolle in die Regierungsgeschäfte einbeziehen, ist in westlichen Demokratien nicht üblich" - aber in Diktaturen oder in Softsprache: autokratisch geführten Ländern. Und dieser Widerspruch: 1.) "(Sie...) erhält aber Zugang zu Geheiminformationen" 2.) "Sie soll nicht vereidigt werden" ist bezeichnend.
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