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Indonesien: Anschläge in Jakarta - Tote und Verletzte

Im Zentrum der indonesischen Hauptstadt Jakarta hat es mehrere Explosionen gegeben. Polizisten liefern sich Schusswechsel mit Attentätern. Mindestens sieben Menschen wurden getötet. Präsident Widodo spricht von Terror.


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Bei mehreren Explosionen und Schießereien sind in der indonesischen Hauptstadt Jakarta mindestens sieben Menschen getötet worden. Zahlreiche Personen wurden zudem schwer verletzt, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Nach Angaben des Auswärtigen Amts ist auch ein Deutscher unter den Verletzten.

Die TV-Sender berichteten von mehreren Angreifern, die sich einen Schusswechsel mit der Polizei lieferten. Laut Polizeisprecher Muhammad Iqbal sollen vier Attentäter unter den Toten sein. Vier Verdächtige wurden inzwischen festgenommen. Mindestens zwei bewaffnete Männer seien geflüchtet.

Staatspräsident Joko "Jokowi" Widodo verurteilte die Attentate und forderte die Sicherheitskräfte auf, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. "Der Staat, die Nation und das Volk sollten keine Angst haben vor diesem Terror", sagte Widodo in einer TV-Ansprache.

Der Chef des indonesischen Geheimdienstes, Sutiyoso, sagte: "Es handelt sich definitiv um Terroranschläge, aber derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass der 'Islamische Staat' dahintersteckt."

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Anschläge in Jakarta: Terror in Indonesiens Hauptstadt

Die Explosionen haben sich in und vor einem Starbucks-Café in dem Einkaufszentrum Sarinah im Zentrum der Stadt ereignet. In der Nähe befinden sich auch eine Polizeistation, mehrere Hotels, Büros und Botschaften, darunter die französische. Auch eine Vertretung der Vereinten Nationen liegt nahe dem Tatort, die Mitarbeiter wurden eigenen Angaben zufolge aufgefordert, im Inneren des Gebäudes zu bleiben.

Über die genaue Zahl der Detonationen gibt es unterschiedliche Angaben, es soll sich um mindestens sechs gehandelt haben.

Nach Angaben von Sicherheitskräften sollen bis zu 14 Terroristen an den Anschlägen beteiligt sein. Einige waren auf Motorrädern unterwegs und warfen Handgranaten auf Passanten und Polizisten.

Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur AP von drei Selbstmordattentätern. Demnach hätten sie sich in dem Café in die Luft gesprengt. Zwei weitere Angreifer sollen mit Schusswaffen in die Polizeiwache eingedrungen sein. Als Reaktion schloss Starbucks all seine Filialen in Jakarta.

Erst vor wenigen Wochen waren in Indonesien nach einer Drohung gegen den Flughafen von Jakarta die Sicherheitsvorkehrungen erhöht worden. Das Land, in dem zahlenmäßig die meisten Muslime weltweit leben, war in den Jahren 2000 bis 2009 Ziel mehrerer schwerer Bombenanschläge. Allein bei einem Attentat auf der Urlaubsinsel Bali wurden im Jahr 2002 rund 200 Menschen getötet. Seither gehen die Behörden verstärkt gegen Extremisten vor.

Mehrere Hundert Indonesier haben sich in den vergangenen Jahren der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) angeschlossen. Mehrfach drohten die Dschihadisten mit Anschlägen in dem südostasiatischen Inselstaat.

syd/brk/aar/AP/AFP/dpa/Reuters

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Bevölkerung: 252,812 Mio.

Fläche: 1.910.931 km²

Hauptstadt: Jakarta

Staats- u. Regierungschef:
Joko Widodo

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