Fall Khashoggi US-Finanzminister sagt Teilnahme an Konferenz in Riad ab

Die Liste der Absagen wird immer länger: Auch US-Finanzminister Steven Mnuchin wird kommende Woche nicht zur Investorenkonferenz FII nach Saudi-Arabien reisen. Die Veranstaltung ist ein Prestigeprojekt des Königshauses.

Steven Mnuchin
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Nix los beim "Davos in der Wüste": Nach zahlreichen Unternehmen und Politikern hat nun auch US-Finanzminister Mnuchin bekannt gegeben, nicht an einer geplanten Wirtschaftskonferenz in Riad teilzunehmen. Das gab der US-Finanzminister auf seinem Twitter-Kanal bekannt.

Hintergrund der Entscheidung ist die Affäre um den saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi, der seit einem Besuch des saudi-arabischen Konsulats in Istanbul vor mehr als zwei Wochen vermisst wird und möglicherweise ermordet wurde.

Die Veranstaltung, die in Anlehnung an das Weltwirtschaftsforum "Davos in der Wüste" genannt wird, ist ein Prestigeprojekt für das Königshaus. Zahlreiche US-Unternehmen haben ihre Teilnahme an dem Treffen bereits abgesagt.

Wegen des ungeklärten Schicksals des saudi-arabischen Journalisten hat auch der britische Handelsminister Liam Fox seine Teilnahme an der Wirtschaftskonferenz abgesagt. Es sei "nicht die richtige Zeit" dafür, hieß es in einer Mitteilung der britischen Regierung. "Großbritannien ist weiterhin sehr besorgt über das Verschwinden Khashoggis." London erwarte, dass Saudi-Arabien den Fall gründlich, glaubhaft, transparent und zeitnah untersuche. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Auch der französische Finanzminister Bruno Le Maire teilte am Donnerstag mit, er werde nicht in die saudi-arabische Hauptstadt reisen.

dop/dpa



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