Tokio - Einer der einflussreichsten Politiker der Demokratischen Partei des japanischen Ministerpräsidenten Yoshihiko Noda hat der Partei den Rücken gekehrt. Dutzende Abgeordnete folgten Ichiro Ozawa. Für Noda ist dies ein schwerer Rückschlag, auch wenn es nicht automatisch das Ende seiner Regierung bedeuten muss. Ozawa und rund 50 Abgeordnete hätten am Montag ihren Austritt eingereicht, sagte ein Sprecher der Demokratischen Partei. Damit verfügt Noda im Parlament noch immer über eine Mehrheit, vorausgesetzt dass nicht noch mehr Abgeordnete austreten.
Ozawa war eine der wichtigen Figuren, die dafür verantwortlich waren, dass die Demokratische Partei 2009 an die Macht kam. Allerdings kritisierte er Nodas Plan, die Mehrwertsteuer auf zehn Prozent zu verdoppeln. Das Unterhaus stimmte der Maßnahme bereits zu. Nun muss sie noch das Oberhaus passieren.
hen/dapd
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