Tokio - Erneut hat Japan im Inselstreit mit China seine Unnachgiebigkeit demonstriert. Die Regierung in Tokio setzte Kampfjets ein, um ein chinesisches Flugzeug in Staatseigentum in der Nähe der Senkaku-Inseln auf Abstand zu halten. Die Kampfflieger seien am Samstag losgeschickt worden, nachdem das chinesische Flugzeug rund 120 Kilometer nördlich der Senkaku-Inseln im Ostchinesischen Meer aufgetaucht sei, sagte ein Sprecher des japanischen Verteidigungsministeriums.
Der Vorfall ging glimpflich aus: Die chinesische Maschine habe das Gebiet verlassen, ohne in japanischen Luftraum einzudringen, hieß es. Bereits vergangenen Monat hatte Japan Kampfjets eingesetzt, nachdem ein chinesisches Flugzeug den Luftraum über den umstrittenen Inseln verletzt hatte. Außerdem wurden immer wieder chinesische Schiffe rund um die Inseln gesichtet.
Angesichts des Konflikts mit China will Japans neuer Ministerpräsident Shinzo Abe Berichten zufolge mit einem höheren Rüstungsetat Stärke demonstrieren. Die Regierung erwäge für das im April beginnende Haushaltsjahr eine Aufstockung der Ausgaben um rund zwei Prozent auf umgerechnet 40,8 Milliarden Euro, berichtete die Zeitung "Mainichi". Mit dem zusätzlichen Geld sollten sowohl die Bodentruppen aufgestockt als auch die Ausrüstung der Streitkräfte insgesamt verbessert werden, schrieb die Zeitung "Asahi". Abe hatte erklärt, Japan sei zu keinen Verhandlungen über die Inseln bereit.
mmq/AFP/Reuters
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