Tokio - Die japanische Küstenwache reagierte mit einem deutlichen Signal, als am Dienstag rund 40 taiwanische Fischerboote in japanisches Hoheitsgewässer eindrangen und dabei von Booten der taiwanischen Küstenwache begleitet wurden: Die japanische Seite setzte Wasserwerfer gegen die ungebetenen Besucher ein.
Die taiwanischen Boote hätten daraufhin die Hoheitsgewässer wieder verlassen, teilte die japanische Küstenwache am Dienstag mit. Bildern des Senders NHK zufolge, verteidigte sich ein taiwanisches Patrouillenboot ebenfalls mit Wasserwerfern.
Die Regierung in Tokio legte Protest gegen das Vorgehen Taiwans ein. Einen Tag zuvor hatten sich drei chinesische Schiffe vorübergehend nahe der umstrittenen Inseln im Ostchinesischen Meer aufgehalten.
Taiwan erhebt wie Japan und China Anspruch auf die Felseninseln, die in fischreichen Gewässern liegen und unter denen umfangreiche Gasvorkommen vermutet werden. Taiwan unterhält traditionell enge Beziehungen zu Japan. Allerdings gab es immer wieder Reibereien über die Fischfangrechte in der Region. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Die Inselgruppe - in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt - sorgt seit längerem für schweren politischen Streit. Der Konflikt eskalierte, nachdem die japanische Regierung kürzlich trotz eindringlicher Warnungen Chinas einen Teil der Inselgruppe einem privaten, japanischen Besitzer abkaufte.
hen/Reuters/dpa/AFP
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