Jemen Alliierten gelingt Schlag gegen Rebellen und Al-Qaida

Mindestens 52 Huthi-Rebellen sind im Jemen von Regierungstruppen getötet worden. Bei US-Drohnenangriffen starben zudem vier mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer.

Sicherheitskräfte am Flughafen von Sanaa im Jemen
AFP

Sicherheitskräfte am Flughafen von Sanaa im Jemen


Im Jemen sind bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen fast 70 Menschen getötet worden. Wie Vertreter der Sicherheits- und Rettungskräfte am Sonntag mitteilten, wurden bei Gefechten und Luftangriffen in der Region Mocha am Roten Meer seit Samstag mindestens 52 Kämpfer der schiitischen Huthi-Rebellen und ihrer Verbündeten in der Armee sowie 14 regierungstreue Soldaten getötet.

Vor zwei Wochen hatten die jemenitischen Regierungstruppen die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandeb zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden zurückerlangt. Die Huthi-Rebellen zogen sich daraufhin in die Hafenstadt Mocha 20 Kilometer weiter nördlich zurück. Am Sonntag kamen die Regierungstruppen bis auf rund zehn Kilometer an Mocha heran.

Im Jemen kämpfen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi seit September 2014 gegen die Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdullah Saleh die Treue halten. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition zudem Luftangriffe auf die Rebellen.

Ägypten verlängert Einsatz

Am Wochenende wurde ebenfalls bekannt, dass bei Drohnenangriffen vier mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer getötet worden sind. Nach Angaben aus jemenitischen Sicherheitskreisen starben drei bewaffnete Al-Qaida-Kämpfer am Samstag, als ihr Fahrzeug in der zentralen Provinz Bajda von einer Drohne attackiert wurde. In derselben Region war bereits am Freitag ein Militärausbilder von Al-Qaida bei deinem Drohnenangriff getötet worden. Nur die US-Streitkräfte setzen in der Region Drohnen ein.

Am Sonntag beschloss Ägyptens nationaler Sicherheitsrat, seine Beteiligung an der Militäraktion zu verlängern. Über die geplante Dauer gab es keine Angaben. Laut Statement des Vorsitzenden des Sicherheitsrats habe man sich auf die Ausweitung der Beteiligung geeinigt, um "ägyptische und arabische Sicherheitsinteressen am Golf, Roten Meer und den Gegenden um den Bab al-Mandab zu verteidigen".

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt seit dem saudi-arabischen Eingreifen mehr als 7.000 Menschen getötet, die meisten davon Zivilisten. Drei Millionen Menschen sind auf der Flucht.

hpi/AFP/Reuters

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