Provinz Hadramaut 29 Tote bei Angriff auf Militärstützpunkt im Jemen

Milizionäre haben einen Armeeposten in der Provinz Hadramaut im Ostjemen angegriffen. Bei den Gefechten sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen.

Blick auf die Stadt Schibam im Ostjemen (Archivbild): Gefechte dauern an
AFP

Blick auf die Stadt Schibam im Ostjemen (Archivbild): Gefechte dauern an


Bei einer Attacke von Extremisten auf einen Armeeposten und anschließenden Gefechten sind im Jemen 15 Soldaten und 14 der Angreifer getötet wurden. Die Miliz in der ostjemenitischen Provinz Hadramaut gilt als Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida. Mehr als 20 Soldaten seien verletzt worden, meldeten lokale Sicherheitskreise am Freitag.

Zu Beginn des Angriffs habe sich ein Selbstmordattentäter in einem Wagen in die Luft gesprengt, heißt es. Danach sollen etwa 25 bis 30 Milizionäre den Stützpunkt angegriffen haben. Sie hätten sich zurückgezogen, nachdem Verstärkung für die Armee eingetroffen sei. Der Angriff ereignete sich nahe der Stadt Schibam. Die Gefechte in der Gegend halten nach Angaben aus Sicherheitskreisen noch an, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.

Der jemenitische Zweig des "Islamischen Staates" bekannte sich inzwischen zu dem Angriff. Der Hadramaut, die größte Provinz des Jemen, ist eine Qaida-Hochburg. Die Terrororganisation beherrscht die Provinzhauptstadt Mukalla und greift immer wieder die jemenitische Armee an.

Das Terrornetzwerk al-Qaida macht sich das Chaos im Jemen zunutze. Dort herrscht seit mehr als einem Jahr ein heftiger Bürgerkrieg, nachdem schiitische Huthi-Rebellen große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht und die Regierung vertrieben hatten. Im Jemen kämpfen auch rund tausend Soldaten aus dem Sudan.

bos/dpa/Reuters

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