Krise im Jemen Flughafen in umkämpfter Stadt Aden wieder geöffnet

Huthi-Rebellen hatten die jemenitische Hafenstadt Aden erobert. Nun ist sie befreit - und zum ersten Mal seit vier Monaten konnte eine Maschine auf dem örtlichen Flughafen landen.

Flughafen von Aden (Archivbild): Erster Anflug seit vier Monaten
REUTERS

Flughafen von Aden (Archivbild): Erster Anflug seit vier Monaten


Ein Militärflieger aus Saudi-Arabien ist auf dem Flughafen der Hafenstadt Aden im Jemen angekommen. Es ist das erste Mal seit Ende März, dass eine Maschine den Flughafen ansteuerte. In den kommenden Tagen werden zudem Hilfslieferungen erwartet, wie Verkehrsminister Badr Basalma sagte.

Erst in der vergangenen Woche hatten Milizen die Stadt von schiitischen Huthi-Rebellen zurückerobert: Am Donnerstag reisten erste Mitglieder der Exilregierung wieder nach Aden, einen Tag später wurde die Stadt für befreit erklärt.

Schon seit Monaten kämpfen die Rebellen und ihre Verbündeten gegen Regierungstruppen. Die aus dem Norden des Jemen stammenden Huthi brachten im Januar die Hauptstadt Sanaa unter ihre Kontrolle und rückten anschließend weiter nach Süden vor.

Als die Rebellen sich Ende März Aden näherten, floh Präsident Abd Rabbuh Mansur al-Hadi nach Saudi-Arabien und bat dort um Unterstützung. Seitdem fliegt ein von Saudi-Arabien geführtes sunnitisches Militärbündnis regelmäßig Luftangriffe auf Stellungen der Rebellen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden in dem Konflikt seit Ende März mehr als 3200 Menschen getötet, die Hälfte davon Zivilisten. Außerdem gab es fast 16.000 Verletzte. Etwa 51.000 Menschen flüchteten ins Ausland.

aar/dpa/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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Lea S. 22.07.2015
1.
Als vor einigen Monaten ein Flugzeug dort landen wollte, hat Saudi Arabien den Flughafen bombardiert. Warum wird so getan, als sei der Flughafen aufgrund der Houthies geschlossen gewesen?
steinhai 26.07.2015
2. Falschmeldung !
Die Saudis hätten es gerne, wenn es so wäre ! Dennoch ist zu sagen, die Saudis sind auf ganzer Linie, gescheitert und versuchen nun, mit solchen und ähnlichen Meldungen doch noch den Leuten von Ihrem "Sieg" zu überzeugen. Fakt ist, die Houtis halten nach wie vor, die größten Teile der Stadt und haben es bislang geschaft, die Saudis und Ihre Versallen der Hadi Regierung zurück zu halten. Die Saudis haben bislang nur die Infrastruktur des Landes zerstört und hoffen das die Leute im Yemen, über eine Hungersnot, ohne gleichen, einkniken und Ihre Revolution als gescheitert sehen und den flüchtigen Hadi wieder für die Saudis regieren zu lassen. Aber die Menschen im Yemen werden NIE einkniken und kein Mensch im Yemen möchte den Hadi oder die Saudis im Land haben. Ganz im Gegenteil. Die Houtis, die für das Folk kämpfen haben es wiederholt geschaft, in Saudi Arabien wichtige Millitär Basen zu erobern oder andere, mit Raketen zu beschießen. Das ist der Grund warum die Saudis solche Falschen Meldungen in den Umlauf bringen um vom eigenem Versagen, abzulenken! Es ist außerdem beschämend wie die Deutsche Presse auf die Verbrechen der Saudis reinfallen und die verdiente Revolution im Yemen nicht mal erwähnen. Aber sie sollten umdenken. Die Saudis sind Verbrecher und die größten Unterstützer der IS und AlKaida. Wer immer noch zu den Saudis hält, ist selbst ein Verbrecher!
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