Terror-Miliz IS bekennt sich zu drei Selbstmordattentaten im Jemen

Im Jemen haben Selbstmordattentäter mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen. Der IS bekannte sich zu den Anschlägen.


Bei einer Selbstmordserie im Jemen sind am Freitag mehr als 20 Menschen getötet worden. Insgesamt seien drei Selbstmordattentate in Aden im Süden des Landes verübt worden, teilten die Sicherheitskräfte mit. Zu den Anschlägen bekannte sich die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS).

Jemen ist in den vergangenen Monaten immer tiefer ins Chaos gestürzt, fast täglich gibt es Anschläge. Die schiitische Huthi-Miliz hatte Anfang vergangenen Jahres die Hauptstadt Sanaa und andere Städte erobert und den sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi zur Flucht aus dem Land gezwungen.

Seit März 2015 fliegt eine Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens Luftangriffe im Jemen, um die von Iran unterstützten Rebellen zurückzudrängen und Hadi zu ermöglichen, an die Macht zurückzukehren. Die dem Präsidenten treuen Truppen haben Aden weitgehend unter ihrer Kontrolle.

Friedensgespräche im April

Die Regierungstruppen kämpfen auch gegen den IS. Die Dschihadisten hatten zuletzt ihr Einflussgebiet in Aden ausgeweitet. In einer über die IS-nahe Nachrichtenagentur "Amaq" verbreiteten Erklärung hieß es, die Selbstmordattentate am Freitag hätten sich gegen Polizeikontrollen und einen Stützpunkt der arabischen Militärkoalition gerichtet.

Erst am Mittwoch hatte die Uno verkündet, dass sich die jemenitische Regierung und die Huthi-Rebellen auf eine Waffenruhe ab dem 10. April verständigt hätten. Am 18. April sollen dann in Kuwait Friedensgespräche beginnen. Der IS ist nicht Teil der Vereinbarung.

mka/AFP/AP



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