Jemen Holländer sprengt sich vor Präsidentenpalast in Aden in die Luft

Die Terrororganisation "Islamischer Staat" hat sich zum Anschlag auf den Präsidentenpalast in Aden bekannt. Ein niederländischer Selbstmordattentäter riss dabei mindestens sieben Menschen in den Tod.

Tatort in Aden: Explosion war im gesamten Stadtgebiet zu hören
AFP

Tatort in Aden: Explosion war im gesamten Stadtgebiet zu hören


Ein Attentäter hat vor dem Präsidentenpalast im jemenitischen Aden ein mit Sprengstoff bestücktes Fahrzeug zur Explosion gebracht. Nach offiziellen Angaben wurden bei dem Anschlag sieben Menschen getötet und zehn weitere verletzt. Die meisten Opfer waren Zivilisten. Präsident Hadi habe sich zum Zeitpunkt des Anschlags in der Residenz aufgehalten, blieb aber unverletzt, hieß es.

Zu der Tat bekannte sich die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Ein niederländischer Dschihadist mit dem Kampfnamen Abu Hanifa al-Hollandi habe das Selbstmordattentat verübt. Die Detonation am Donnerstag beschädigte mehrere Gebäude im Umfeld der Residenz und war laut Zeugen im ganzen Stadtgebiet zu hören.

Der Präsidentenpalast in Aden wird von Sicherheitskräften aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) bewacht. Beide Staaten führen eine Militärkoalition an, die seit März Krieg gegen die Huthi-Milizen im Jemen führt. Dem Bündnis ist es seither gelungen, die Aufständischen aus Aden zu vertreiben, noch immer kontrollieren die schiitischen Rebellen allerdings die Hauptstadt Sanaa. Inzwischen sind in dem Krieg rund 6000 Menschen getötet worden.

syd/Reuters/AP



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