Krieg im Jemen Luftangriff auf Wohngebiet tötet Dutzende Zivilisten

Bei einem Luftschlag im Jemen sind 25 Menschen ums Leben gekommen. Das Bombardement zielte auf eine Wohngegend im Westen des Bürgerkriegslands, die von Rebellen beherrscht wird.

Luftangriff in der Provinz Hudajda
REUTERS

Luftangriff in der Provinz Hudajda


Mindestens 25 Zivilisten sind nach Regierungsangaben bei einem Luftangriff im Jemen getötet worden. Ziel der Attacke war eine Siedlung in der westlichen Provinz Hudajda, die von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert wird. Weitere 90 Menschen sollen verletzt worden sein. Hinter dem Angriff wird ein saudisch-arabisches Militärbündnis vermutet.

Bei Luftschlägen im Jemen sterben immer wieder Zivilisten. Die Vereinten Nationen sprachen vergangenen August von Hinweisen auf Kriegsverbrechen. Mitte August kamen nach Angaben von Amnesty International beimBombardement eines Krankenhauses 19 Menschen ums Leben.

Im Jemen herrscht seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg. Huthi-Rebellen aus dem Norden haben große Teile des Landes eingenommen.

Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition bombardiert seit März vergangenen Jahres die Aufständischen. Sie unterstützt damit die Regierung um den international anerkannten Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi.

pem/dpa/AFP



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