Luftangriff im Jemen USA attackieren al-Qaida-Lager - angeblich Dutzende Tote

Das Ziel war al-Qaida im Jemen, der Luftangriff offenbar erfolgreich: Die US-Luftwaffe hat ein Ausbildungslager der Terrororganisation attackiert und will mehrere Extremisten getötet haben.


Die USA haben nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff auf ein Ausbildungslager der Terrorgruppe al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel im Bürgerkriegsland Jemen Dutzende Kämpfer getötet.

Das Lager in den Bergen des Bürgerkriegslandes sei von mehr als 70 Terroristen genutzt worden, teilte das Pentagon mit. Die USA würden die genauen Zahlen noch überprüfen, jedoch sei bereits klar, dass Dutzende Kämpfer getötet worden seien. Das Bombardement bedeute einen Schlag gegen diese Gruppierung, die den Jemen als Basis für die Bedrohung von Amerikanern nutze.

Im Jemen ist neben mehreren Terrorgruppen auch al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (Aqap) aktiv. Die sunnitische Gruppe ging 2009 aus einem Zusammenschluss des jemenitischen und saudi-arabischen Flügels des von Osama bin Laden gegründeten Netzwerks hervor.

Unter anderem bekannte sich die Gruppe zum Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" in Paris. Der Jemen ist traditionell eine Hochburg des Aqap, der von westlichen Experten als gefährlichsten Ableger der Terrororganisation einstufen.

Ein Militärbündnis unter Führung Saudi-Arabiens fliegt seit einem Jahr Angriffe in dem Bürgerkriegsland. Dabei kam es in der vergangenen Woche zu einem folgenschweren Angriff auf einen Markt mit 119 Toten. Die schiitischen Huthi-Rebellen kontrollieren große Teile vor allem im Norden und Westen des Landes und kämpfen gegen Truppen und Verbündete von Präsident Rabbo Mansur Hadi.

cht/dpa/Reuters

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