Jemen Mehr als hundert Tote bei Kämpfen um Hudaida

Blutiges Wochenende im Jemen: Bei Gefechten zwischen der Huthi-Miliz und Truppen der saudi-arabischen Militärallianz um die strategisch wichtige Hafenstadt Hudaida starben in 24 Stunden fast 150 Menschen.

Regierungstreue Truppen in Hudaida
AFP

Regierungstreue Truppen in Hudaida


Im Juni hat eine Militärallianz unter Führung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) eine Offensive auf die Hafenstadt Hudaida im Jemen begonnen. Das Ziel: Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz von dort vertreiben. Nun sind die Kämpfe wieder eskaliert.

Bei Gefechten sind seit Sonntag fast 150 Menschen getötet worden, darunter auch Zivilisten. Binnen 24 Stunden seien 110 Rebellen, 32 Kämpfer der Allianz und sieben Zivilisten getötet worden, teilten Krankenhaus- und Armeevertreter in der Stadt am Roten Meer mit.

Am Sonntag hatte sich die Militärallianz heftige Straßenkämpfe mit den Rebellen in einem Wohnviertel im Osten der strategisch wichtigen Stadt geliefert. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz, die die Regierungstruppen des vertriebenen Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi unterstützt, flog mehrere Luftangriffe gegen die Rebellen, wie Militärvertreter bestätigten.

Am Donnerstag waren die Regierungstruppen erstmals ins Stadtgebiet von Hodeida vorgedrungen. Am Freitag nahmen sie das größte Krankenhaus der Stadt ein, das sich im Osten der Stadt befindet. Danach bewegten sich die regierungstreuen Truppen weiter in Richtung des Hafens vor. Dort werden die meisten Importe und internationalen Hilfslieferungen für den Jemen umgeschlagen.

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres hat eindringlich vor einer Zerstörung des Hafens gewarnt. Sollte es bei den Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen dazu kommen, könne dies eine "absolut katastrophale Lage" zur Folge haben, sagte er im französischen Radiosender France Inter.

dop/AFP



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