Jemen Regierungstreue Kräfte zweifeln am Rückzug der Huthi-Rebellen aus Hudaida

Hudaida ist zentral für den weiteren Fortgang des Bürgerkrieges im Jemen. Nach Uno-Angaben haben die Huthi-Rebellen mit dem Rückzug aus der Hafenstadt begonnen - doch ihre Gegner zweifeln daran.

Huthi-Rebellen
DPA

Huthi-Rebellen


Die Vereinten Nationen vermeldeten am Samstag eine Erfolgsmeldung aus dem Jemen: Nach Verhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien in Schweden hätten die schiitischen Huthi-Rebellen den Rückzug aus der strategisch wichtigen Hafenstadt Hudaida angetreten.

Doch nun haben regierungstreue Kräfte im Jemen dies in Zweifel gezogen. "Wem haben sie den Hafen übergeben, und wie?", sagte ein Vertreter der regierungstreuen Kräfte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP.

Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba zitierte einen Vertreter der Regierungsseite mit den Worten, die Rebellen versuchten, die Bestimmungen der Anfang Dezember in Schweden ausgehandelten Waffenruhe zu unterwandern.

Im Jemen kämpft Saudi-Arabien gegen Iran

Die Konfliktparteien im Jemen hatten sich bei Friedensgesprächen auf eine Waffenruhe für die von den Huthi-Rebellen kontrollierte westjemenitische Hafenstadt geeinigt, durch die ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land kommt. Dabei war auch ein Abzug der Kämpfer aus der Stadt und dem Hafen von Hudaida vereinbart worden.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Huthi-Rebellen, hinter denen Iran steht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen Tausende Zivilisten.

dop/AFP



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