Jemen Unicef meldet 119 Tote bei Luftschlag auf Markt

Bei einem Luftangriff der Militärallianz unter saudi-arabischer Führung sind im Jemen nach Uno-Angaben 119 Menschen getötet worden, 22 davon Kinder. Die Bomben fielen auf einen belebten Markt.

F-15 Bomber der saudi-arabischen Luftwaffe (Archivbild)
AP

F-15 Bomber der saudi-arabischen Luftwaffe (Archivbild)


Bei Luftangriffen nordwestlich von Jemens Hauptstadt Sanaa sind am Dienstag deutlich mehr Menschen getötet worden als bisher bekannt. Bei dem Bombardement eines Marktes in der Provinz Hadscha kamen 119 Menschen ums Leben, darunter 22 Kinder. 47 weitere wurden verletzt, meldet das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

Der angegriffene Markt befindet sich in einer von Rebellen kontrollierten Region. Die arabische Militärkoalition unter Führung Saudi-Arabiens fliegt seit rund einem Jahr Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland. Seitdem wurden in dem Konflikt laut Uno mehr als 6200 Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten.

Die Luftangriffe, an denen sich neben Saudi-Arabien auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Bahrain und Ägypten beteiligen, richten sich gegen die schiitischen Huthi-Rebellen. Mit ihnen verbündete Armeeangehörige hatten Anfang 2015 die Hauptstadt Sanaa erobert und Präsident Abd Rabbuh Mansur Hadi ins Saudi-arabische Exil gezwungen.

Das arabische Bündnis sunnitisch geprägter Staaten will die Huthi-Rebellen zurückdrängen und Hadi ermöglichen, an die Macht zurückzukehren.

cht/AFP

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