Feuerpause im Ramadan Uno verkündet einwöchige Waffenruhe im Jemen

Die arabische Militärkoalition und die Huthi-Rebellen im Jemen wollen eine Woche lang die Waffen ruhen lassen. Nach Angaben der Uno haben sich die Konfliktparteien auf eine Feuerpause bis zum Ende des Ramadan verständigt.

Soldat im Jemen: Uno hofft auf dauerhaften Waffenstillstand
REUTERS

Soldat im Jemen: Uno hofft auf dauerhaften Waffenstillstand


Die 21 Millionen Menschen im Bürgerkriegsland Jemen sollen den Rest des Ramadan ohne Angst vor Bombenangriffen und Anschlägen verleben können. Die Huthi-Rebellen, die große Teile des Landes kontrollieren, und der im saudi-arabischen Exil lebende Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi hätten sich zu einer Waffenruhe bis zum Ende des Fastenmonats am 17. Juli verpflichtet, teilten die Vereinten Nationen mit.

Hadi habe auch die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition darüber informiert, dass er die Feuerpause unterstütze. Uno-Diplomaten hoffen, dass die vorübergehende Waffenruhe die Grundlage für einen langfristigen Waffenstillstand bilden könnte. "Wir wollen, dass die Kämpfe endgültig aufhören", sagte der stellvertretende Uno-Sprecher Farhan Haq.

Seit Beginn der Militäroperation gegen die Huthi-Rebellen sind mehr als 3000 Menschen im Jemen getötet worden. Auch am Donnerstag hielten die Gefechte noch an. Die Koalition bombardierte Huthi-Stellungen in mehreren Provinzen, die Rebellen feuerten nach eigenen Angaben Raketen auf das saudi-arabische Grenzgebiet ab.

Der Uno-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Cheikh Ahmed, hatte vor zwei Wochen gewarnt, das Land stehe am Rande einer Hungersnot. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 80 Prozent der Jemeniten auf humanitäre Hilfe angewiesen, Millionen Menschen haben nicht ausreichend zu essen.

Die Uno forderte die Konfliktparteien auf, die Lieferung von Hilfsgütern zu ermöglichen. Derzeit halten Saudi-Arabien und seine Verbündeten eine Seeblockade gegen den Jemen aufrecht.

syd/AP



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