Epidemie im Jemen Zahl der Cholera-Kranken steigt auf über 600.000

Es ist die schlimmste Cholera-Epidemie, die je dokumentiert wurde: Inzwischen sind mehr als 600.000 Menschen im Bürgerkriegsland Jemen erkrankt.

Jemenitisches Kind mit Cholera
AFP

Jemenitisches Kind mit Cholera


Im Bürgerkriegsland Jemen leiden viele Menschen unter mangelndem Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen oder Krankenhäusern. Die Folge: eine Cholera-Epidemie.

Seit April dieses Jahres sind 612.703 Menschen an Cholera erkrankt, wie die Weltgesundheitsorganisation und des jemenitischen Gesundheitsministerium berichten.

Die Lage im bitterarmen Jemen ist katastrophal. Seit 2014 kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen die sunnitische Regierung, die ins Exil geflohen ist. Ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis unterstützt die Regierung und bombardiert Huthi-Stellungen im ganzen Land, in den vergangenen zwei Wochen aber verstärkt rund um die von den Rebellen eroberten Haupststadt Sanaa.

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Cholera-Epidemie im Jemen: Krieg und Krankheit

Bereits im Juli hatte Hilfsorganisation Oxfam gemahnt, die Cholera-Epidemie im Jemen sei schlimmer als jeder andere bekannte Ausbruch der Krankheit.

dop/Reuters/dpa



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