Fall Skripal Britischer Außenminister fordert weitere EU-Sanktionen gegen Russland

Wladimir Putin mache die Welt "zu einem gefährlicheren Ort": Jeremy Hunt drängt die EU, den Druck auf Russland zu erhöhen. Das will der britische Außenminister in Washington sagen.

Jeremy Hunt
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Jeremy Hunt


In den vergangenen Wochen hat sich der Streit zwischen Russland und dem Westen im Fall Sergej Skripal weiter hochgeschaltet. Dem neuen britischen Außenminister Jeremy Hunt gehen die Maßnahmen der EU allerdings nicht weit genug. Er drängt auf weitere Sanktionen der Union gegen Moskau. Das geht aus Auszügen einer Rede hervor, die Hunt am Dienstag in Washington halten will.

Die Europäische Union müsse "Schulter an Schulter" mit den USA stehen. Russlands Präsident Wladimir Putin mache die Welt "zu einem gefährlicheren Ort". Die EU müsse den Druck erhöhen, damit sich Russland an internationale Regeln halte. Der frühere Gesundheitsminister Hunt ist Anfang Juli auf den zurückgetretenen Boris Johnson gefolgt.

Großbritannien, die EU und die USA machen Russland für einen Nervengift-Anschlag auf den früheren Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julija im englischen Salisbury verantwortlich. Beide entkamen nur knapp dem Tod. Die Regierung in Moskau weist die Anschuldigungen zurück.

Die USA haben wegen des Falls Sanktionen verhängt: Kurz nach dem Angriff wies Washington 60 russische Diplomaten aus. Die USA handelten damit im Gleichklang mit Großbritannien und mehr als zwei Dutzend weiteren Staaten, die ebenfalls russische Diplomaten auswiesen. Daraufhin mussten auch amerikanische Diplomaten Russland verlassen.

Erst vor knapp zwei Wochen verkündeten die USA dann neue Strafmaßnahmen. Auch darauf reagierte der Kreml schnell. Russland verkündete, US-Staatsanleihen verkaufen zu wollen.



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