Messerattacke Jerusalems Bürgermeister setzt Angreifer außer Gefecht

Der Mann zeigt Zivilcourage - und wird zum Helden. Zusammen mit seinem Leibwächter überwältigt der Bürgermeister von Jerusalem einen Bewaffneten, der auf offener Straße einen orthodoxen Juden attackierte.

Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat (Archiv): Braucht keinen Leibwächter
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Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat (Archiv): Braucht keinen Leibwächter


Jerusalem - Die Einwohner von Jerusalem feiern ihren Bürgermeister als Helden. Nir Barkat hat zusammen mit seinem Leibwächter einen Palästinenser überwältigt, der einen ultraorthodoxen Juden auf offener Straße mit einem Messer angegriffen hatte.

Eine Sicherheitskamera filmte, wie der mit einem Messer bewaffnete Mann an einer großen Kreuzung auf einen Passanten losgeht. Als die umstehenden Fußgänger begreifen, was vor sich geht, fliehen sie. Kurz darauf stürmt ein Mann in weißem Hemd - offenbar Bürgermeister Barkat - auf den Angreifer zu und ringt ihn zu Boden.

"Mein Leibwächter zog seine Waffe und als er auf den Angreifer zielte, ließ dieser sofort sein Messer fallen", sagte Barkat nach dem Vorfall. "Dann konnten wir ihn außer Gefecht setzen, damit er nicht noch weitere Menschen verletzt."

Der Mut des Bürgermeisters kommt nicht von ungefähr: Der 55-Jährige war früher Offizier bei den Fallschirmjägern.

Der Angreifer soll laut Medienberichten ein 18-jähriger Palästinenser gewesen sein, der keine Aufenthaltserlaubnis für Israel hat. Sein Opfer sei sofort ins Krankenhaus gebracht worden, habe jedoch keine schlimmeren Verletzungen erlitten.

kry

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