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Jerusalem: Palästinenser greifen Grenzpolizistinnen an

Erneuter Anschlag in Israel: Palästinensische Angreifer haben eine 19-jährige Grenzpolizistin in Jerusalem getötet. Die Attentäter waren auch mit einer Rohrbombe bewaffnet.

Grenzpolizistinnen in Jerusalem: 19-Jährige von Palästinensern getötet Zur Großansicht
AFP

Grenzpolizistinnen in Jerusalem: 19-Jährige von Palästinensern getötet

Bei einem Anschlag in Jerusalem ist eine israelische Polizistin tödlich verletzt worden. Drei Palästinenser haben im Osten der Stadt zwei Grenzpolizistinnen mit angegriffen. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurde eine der Polizistinnen mit einem Kopfschuss ins Krankenhaus gebracht, wo die 19-Jährige ihren schweren Verletzungen erlag. Ihre Kollegin wurde leicht verletzt.

Die drei Attentäter, die auch mit Rohrbomben bewaffnet waren, wurden demnach erschossen. Die Täter hätten sich mit Schusswaffen, Messern und einer Rohrbombe einem israelischen Kontrollposten am Damaskustor genähert, teilte eine Polizeisprecherin mit. Das Tor liegt am Eingang zur Jerusalemer Altstadt, die jährlich Hunderttausende von Pilgern und Touristen besuchen.

Einer der Männer habe am Kontrollpunkt erst seinen Ausweis vorgezeigt und dann auf die Frau eingestochen. Ein zweiter habe das Feuer eröffnet. Andere Sicherheitskräfte erschossen die drei jungen Männer. Die Bombe sei nicht explodiert und unschädlich gemacht worden.

Die Täter stammten den Angaben zufolge aus der Umgebung der Palästinenserstadt Dschenin im Norden des israelisch besetzten Westjordanlandes. Seit Anfang Oktober sind bei einer Gewaltwelle 27 Israelis und rund 170 Palästinenser getötet worden. Bisher griffen Palästinenser jedoch fast nur mit Messern und anderen Stichwaffen an.

Der Anschlag war der folgenschwerste in Jerusalem seit dem 23. Dezember, als bei einem Anschlag am Jaffa-Tor zur Altstadt zwei Israelis starben. Einer wurde von zwei Palästinensern erstochen, der andere von einer verirrten Polizeikugel tödlich getroffen.

kry/AFP/dpa

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