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22. September 2010, 12:04 Uhr

Jerusalem

Randale nach Tod eines Palästinensers

Zwischen wütenden Palästinensern und der israelischen Polizei ist es zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen: In Ostjerusalem hatte ein Wachmann zuvor einen Demonstranten erschossen.

Jerusalem - Im arabischen Ostteil Jerusalems hat ein Wachmann einer jüdischen Wohnanlage einen Palästinenser erschossen. Zwei weitere Männer seien zum Teil schwer verletzt worden, sagte der israelische Polizeisprecher Mickey Rosenfeld.

Nach den Todesschüssen kam es im Stadtteil Silwan südlich der historischen Altstadt Jerusalems zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Dutzenden Palästinensern und israelischen Polizisten. Die Polizei setzte nach palästinensischen Angaben auch Tränengas ein. Drei weitere Palästinenser seien verletzt worden.

Die Lage im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan ist seit Jahren angespannt. Dort leben nach palästinensischen Angaben 300 israelische Siedler und 55.000 Palästinenser.

Die Berichte über den Tathergang gehen weit auseinander. Nach israelischen Polizeiangaben hatten Palästinenser den Wachmann mit Steinen beworfen. Dieser habe daraufhin das Feuer eröffnet. Der Schütze sei zur Befragung auf eine Polizeistation mitgenommen worden. Nach Angaben des palästinensischen Informationszentrums in Silwan war eine Gruppe von Männern auf dem Weg zum Morgengebet in einer Moschee, als der Wachmann sie mit "abfälligen Worten" provozierte. Daraufhin sei ein Streit ausgebrochen. Der israelische Wachmann habe dann sofort mit scharfer Munition in die Gruppe geschossen.

als/dpa

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