Bundespräsident Gauck in Philadelphia "Heilige Stätten der Demokratie"

Bundespräsident Joachim Gauck ist in den USA gelandet. In Philadelphia besichtigte er unter anderem die Freiheitsglocke - und würdigte die Stadt als Wiege der Demokratie.

Daniela Schadt und Joachim Gauck am Flughafen Philadelphia: Start der USA-Reise
DPA

Daniela Schadt und Joachim Gauck am Flughafen Philadelphia: Start der USA-Reise


Zum ersten Mal seit 15 Jahren ist ein Bundespräsident in die USA gereist: Joachim Gauck wird drei Tage in Amerika bleiben, zum Auftakt besuchte er Philadelphia an der Ostküste - die erste Hauptstadt der USA. Hier wurde 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet und 1787 die Verfassung der Vereinigten Staaten ausgearbeitet.

Gauck besichtigte in Philadelphia unter anderem die Freiheitsglocke und die Unabhängigkeitshalle. Dies seien "heilige Stätten der Demokratie", sagte Gauck. 25 Jahre nach der Wiedervereinigung komme sein Besuch in den USA zu einem glücklichen Zeitpunkt. "Nach langen, langen Jahren" dürfe wieder ein Bundespräsident den US-Präsidenten besuchen.

Am Mittwoch wird Barack Obama Gauck im Weißen Haus empfangen. Thema des Gesprächs werde der Dank für die Wiedervereinigung sein, aber auch die Herausforderungen für die Demokratie. Dazu gehöre die Frage: "Wie ist die Freiheit in der Freiheit zu sichern?" Nach dem Gespräch wird Gauck US-Vizepräsident Joe Biden und Außenminister John Kerry treffen und ein Stück der Berliner Mauer übergeben - Erinnerung an die historischen Ereignisse vor 25 Jahren.

Einen Tag vor seinem Besuch im Weißen Haus werden Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt in Pennsylvania erwartet. Gauck hält dort an der renommierten University of Pennsylvania eine Rede zum deutsch-amerikanischen Verhältnis.

Nach Kanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist Gauck der dritte hohe Besuch aus Berlin in den USA binnen weniger Wochen. Trotz des Skandals um die Abhörpraxis des US-Geheimdienstes NSA und des Streits über das geplante transatlantische Handelsabkommen TTIP wird dies auch als Zeichen der wieder deutlich entspannteren bilateralen Beziehungen gewertet.

aar/dpa



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