Umstrittener Sheriff Trumps Günstling Arpaio will in US-Senat

In seiner Zeit als Sheriff gab es zahlreiche Strafanzeigen gegen Joe Arpaio, unter anderem wegen Diskriminierung. In einem höchst umstrittenen Akt wurde er von Präsident Trump begnadigt. Jetzt will der 85-Jährige in den US-Senat.

Joe Arpaio (r.) und Donald Trump (Archiv)
AP

Joe Arpaio (r.) und Donald Trump (Archiv)


Der umstrittene Ex-Sheriff Joe Arpaio, der im vergangenen Jahr von US-Präsident Donald Trump begnadigt wurde, bewirbt sich für die Kandidatur der Republikaner um einen Senatssitz in Arizona. Das teilte der 85-Jährige auf Twitter mit. Er kandidiere, weil er Trumps Agenda unterstützen wolle, erklärte er.

Bei dem Senatsrennen geht es um die Nachfolge des Trump-Kritikers Jeff Flake. Die parteiinterne Vorwahl der Republikaner findet im August statt. Es gibt bereits mehrere andere Bewerber. Die eigentliche Wahl ist im November.

Arpaio ist in der Vergangenheit wegen seiner äußerst harschen und erniedrigenden Behandlung von Gefangenen und seines harten Vorgehens gegen illegal eingewanderte Menschen immer wieder in die Schlagzeilen geraten. So erhielt er auch die Bezeichnung "härtester Sheriff Amerikas". Erst 2016 wurde er schließlich abgewählt.

Während seiner langen Amtszeit im US-Bundesstaat Arizona (1992-2016) wurden zahlreiche Strafanzeigen gegen Arpaio erstattet. Im vergangenen Juli wurde er von einem Bundesgericht in Phoenix für schuldig befunden, als Sheriff eine gerichtliche Anordnung missachtet zu haben, wonach er die Diskriminierung und ethnische Verfolgung von Immigranten zu unterlassen habe.

Ihm drohten sechs Monate Haft, das Strafmaß sollte im Oktober festgesetzt werden. Präsident Trump begnadigte Arpaio allerdings im August. Das sorgte für massive Kritik - auch in den Reihen der Republikaner.

aev/dpa



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