Trauerfeier in Washington Sie geben John McCain das letzte Geleit

Joe Biden, Michael Bloomberg - und ein russischer Dissident: Diese und andere Weggefährten werden den Sarg von John McCain tragen. Die Auswahl ist eine letzte Botschaft an dessen Gegner Trump und Putin.

DPA

Die Welt nimmt Abschied von John McCain, der im Alter von 81 Jahren gestorben ist. In Arizona, dessen Senator er seit 1987 war, hat es bereits eine Trauerveranstaltung gegeben. Am Samstag folgt nun in Washington ein nationaler Trauerakt, zu dem Staatsgäste aus aller Welt eingeladen sind.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble wird die Bundesrepublik vertreten, die ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und George W. Bush werden zu den Rednern zählen. Amtsinhaber Donald Trump hingegen ist Persona non grata. McCain hatte ihm noch zu Lebzeiten verboten, an der Trauerfeier teilzunehmen.

Auch sonst hat der Kriegsheld und überzeugte Republikaner das, was nach seinem Ableben geschehen soll, penibel vorbereitet. Dazu zählt auch die Liste derjenigen, die seinen Sarg tragen werden. Darunter sind Weggefährten aus der Politik, Wirtschaftsmagnaten, alte Freunde und - wie McCain es selbst war - erklärte Gegner von Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin.

Neben dem Ex-Vizepräsidenten Joe Biden - der im Frühjahr öffentlich erklärte, an der Highschool hätte er Trump "grün und blau geschlagen" - wird auch Wladimir Kara-Mursa den Sarg vor die Nationale Kathedrale von Washington tragen.

MATT YORK/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der russische Dissident und Ex-Weggefährte des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow fiel Anfang 2017 kurzzeitig ins Koma. Er und seine Unterstützer vermuteten eine gezielte Vergiftung durch den russischen Geheimdienst.

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Sargträger von McCain: Die letzten Weggefährten

Am Sonntag wird McCain auf dem Friedhof der Marineakademie in Annapolis im Bundesstaat Maryland beigesetzt (einen Überblick über die unterschiedlichen Trauerfeiern finden Sie hier auf McCains Gedenkwebsite). Zu den Sargträgern bei der dortigen Beisetzung wird James Mattis zählen - Verteidigungsminister unter Donald Trump. Mattis, der dort als Privatperson anwesend sein wird, bezeichnete dies als Ehre.

dop



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