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Aufstand von Islamisten: Deutsche sollen dringend aus Libyen ausreisen

Rauchschwaden über Bengasi: Bei Kämpfen werden Dutzende getötet Zur Großansicht
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Rauchschwaden über Bengasi: Bei Kämpfen werden Dutzende getötet

Die Gewalt in Libyen alarmiert das Auswärtige Amt: Es ruft alle Deutschen in dem nordafrikanischen Land auf, schleunigst auszureisen. Bei neuen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Islamisten kamen mindestens 38 Menschen ums Leben.

Tripolis/Bengasi - Angesichts der Eskalation der Gewalt in Libyen hat das Auswärtige Amt alle Deutschen aufgefordert, das Land umgehend zu verlassen. In der Hauptstadt Tripolis kämpfen rivalisierende Milizen gegeneinander. Durch die Gefechte sei der internationale Flughafen der Stadt schwer beschädigt worden, teilte das Auswärtige Amt mit. Mit einer Wiederaufnahme des Flugbetriebs sei in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Die USA haben wegen der Kämpfe der Milizen am Wochenende ihr Botschaftspersonal in Sicherheit gebracht.

Bei neuen Kämpfen in der libyschen Hafenstadt Bengasi sind nach Medienberichten innerhalb von 24 Stunden mindestens 38 Menschen getötet worden. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija am Sonntag unter Berufung auf Mediziner.

Radikale Islamisten der Gruppe Ansar al-Scharia hätten zuvor einen Armeestützpunkt angegriffen, hieß es. Daraufhin habe das Militär mit Luftangriffen zurückgeschlagen. Der libysche Rote Halbmond rief die Konfliktparteien zu einer Feuerpause auf, um Zivilisten aus der Schusslinie bringen zu können.

Die salafistische Ansar al-Scharia will in Libyen einen Gottesstaat errichten. Die USA haben sie auf die Terrorliste gesetzt. Die Gruppe soll an dem Angriff auf das US-Konsulat beteiligt gewesen sein, bei dem im September 2012 der amerikanische Botschafter starb.

ade/Reuters/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 4 Beiträge
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1.
vielzuvielzeit 27.07.2014
natürlich werden jetzt viele sagen, dass man das hätte wissen können......diese haben recht.....man hätte es wissen können.....
2.
carahyba 27.07.2014
Zitat von sysopREUTERSDie Gewalt in Libyen alarmiert das Auswärtige Amt: Es ruft alle Deutschen in dem nordafrikanischen Land auf, schleunigst auszureisen. Bei neuen Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Islamisten kamen mindestens 38 Menschen ums Leben. http://www.spiegel.de/politik/ausland/kaempfe-in-libyen-auswaertiges-amt-draengt-deutsche-zu-ausreise-a-983125.html
Eine ganze Reihe von deutschen Firmen haben in Libyen viel Geld verloren, bzw. sind dabei zu verlieren. Einige werden es verschmerzen können andere könnten daran zu Grunde gehen.
3. Wahrlich erschreckend ...
e_d_f 27.07.2014
... wie sich die Hoffnung auf ein besseres Libyen in Luft auflösen. Ich hatte gehofft, dass es in dem relativ modernen, religiös homogenen Land klappen könnte, einen vorzeigbaren Staat aufzubauen. Leider sieht es inzwischen ganz anders aus. Im Orient scheinen alle Versuche, einen besseren Staat, zum Scheitern verurteilt zu sein. Nur für Tunesien gibt es noch Hoffnung. Wahrlich traurig!
4. Chaos
dsch74 27.07.2014
Und wieder eine Lektion für unsere tollen Politiker. In welchem Land hat der Aufruf zu mehr Demokratie etwas genutzt? In jedem Land, außer vielleicht Tunesien herrscht das totale Chaos und Anarchie! Wenn es gibt dort Strukturen und Einflüsse, die wir Europäer nicht verstehen wollen und am Ende einen totalen Scherbenhaufen vorfinden.
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Fläche: 1.676.198 km²

Bevölkerung: 6,253 Mio.

Hauptstadt: Tripolis

Staatsoberhaupt und Regierungschef:
Fayez Sarraj (Präsident des Präsidialrates)

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