Kairo Sean Penn unterstützt die ägyptischen Proteste

"Wir holen uns die Revolution zurück!" So lautete das Motto der Demonstranten, die am Freitag zu Tausenden in Ägypten auf die Straße gingen. Sie übten harsche Kritik an der Militärführung - und bekamen bei ihren Protesten unerwartete Unterstützung: von US-Schauspieler Sean Penn.

AP

Kairo - Die Revolutionäre in Ägypten demonstrieren weiter - wenn auch vielleicht weniger zahlreich, wie einige Einschätzungen lauten. Doch noch immer sind die Menschen am Freitag zu Tausenden im ganzen Land auf die Straße gegangen - und erhielten unerwartet prominenten Besuch: Der US-Schauspieler Sean Penn unterstützte die Demonstranten auf dem symbolträchtigen Tahrir-Platz in Kairo und schwenkte eine ägyptische Fahne. An der Protestaktion beteiligte sich neben Penn auch der in seinem Land sehr bekannte ägyptische Schauspieler und politische Aktivist Chaled al-Nabawi.

"Wir holen uns die Revolution zurück!" - unter diesem Motto entlud sich in den anhaltenden Protesten die Kritik der Demonstranten an dem aus der Sicht vieler Ägypter zu langsamen Reformtempo der Militärführung. "Wir sehen keine Veränderung", stand auf einem Plakat, und: "Wir haben General Mubarak gestürzt und stattdessen einen Marschall bekommen." Die Anspielung richtet sich gegen den derzeitigen Leiter des regierenden Militärrats, den Armeechef und früheren Verteidigungsminister Mohammed Hussein Tantawi. "Der Militärrat ist darauf aus, das frühere Regime zu kopieren", sagte Chaled Abdel Hamid, einer der Anführer des Protests, laut Nachrichtenagentur dapd.

Umstrittenes neues Wahlgesetz

Die Demonstranten kritisierten vor allem den langsamen Weg zu einer zivilen Regierung Ägyptens sowie das neue Wahlgesetz. Die Parlamentswahlen sollen ab dem 28. November stattfinden, ein Termin für die Präsidentschaftswahl steht dagegen noch nicht fest. Da über das neue Wahlgesetz ein Drittel der Parlamentssitze an unabhängige Kandidaten geht, fürchten die Wähler, dass so Politiker aus der Ära Mubaraks wieder ins Parlament gelangen könnten. Die Parteien wollen den Militärrat dazu bewegen, das Gesetz so zu ändern, dass Politiker der ehemaligen Regierungspartei NDP nicht als Unabhängige antreten können.

In der jordanischen Hauptstadt Amman gingen am Freitag ebenfalls knapp 4000 Menschen auf die Straßen und demonstrierten für "wahrhaftige Reformen". Die Protestierenden forderten zudem die Abschaffung eines umstrittenen neuen Gesetzes, das es unter Strafe stellt, "Gerüchte" über angeblich in Korruption verstrickte Menschen zu verbreiten und damit deren Ruf zu schädigen.

bos/dpa/dapd/AFP

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Seite 1
Phallus_Dei 01.10.2011
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Zitat von sysop"Wir holen uns die Revolution zurück!" So lautete das Motto der Demonstranten, die am Freitag zu Tausenden in Ägypten auf die Straße gingen. Sie*übten harsche Kritik an der Militärführung -*und bekamen bei ihren Protesten*unerwartete Unterstützung:*von US-Schauspieler Sean Penn. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789495,00.html
Seine hellhäutige Freundin hat er sicherheitshalber zuhause gelassen. Die von ägyptischen "Revolutionären" auf dem Tahir-Platz brutal vergewaltigte CBS-Reporterin hat es medial anscheinend sogar bis ins dumpfdoofe Hollywood geschafft.
Phallus_Dei 01.10.2011
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Zitat von sysop"Wir holen uns die Revolution zurück!" So lautete das Motto der Demonstranten, die am Freitag zu Tausenden in Ägypten auf die Straße gingen. Sie*übten harsche Kritik an der Militärführung -*und bekamen bei ihren Protesten*unerwartete Unterstützung:*von US-Schauspieler Sean Penn. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789495,00.html
Seine blonde Freundin hat er sicherheitshalber zuhause gelassen. Die von ägyptischen "Revolutionären" auf dem Tahir-Platz brutal vergewaltigte CBS-Reporterin hat es medial anscheinend sogar bis ins zugekokste Hollywood geschafft.
chuckal 01.10.2011
3. gottseidank
endlich! nachdem er schon den irak-krieg verhindert hat, rettet er jetzt die ägyptische revolution. seit hannes jänicke, die orang-utans und haie gerettet hat, christine neubauer afrika von minen gereinigt und die ferres den missbrauch unterbunden hat, bewegt sich unter us-mimen was. danke spon für diese nachricht... wut alleine reicht nicht. in diesem sinne...
RagabAbdelaty 01.10.2011
4. Nein, danke
wir brauchen keine Hilfe von den USA, die Mubarak bist letzter Minute unterstützt haben. Jetzt kommt ein amerikanischer Schauspieler, um sich in Ägypten im Kleid eines "Revolutionärs" zu werben und denkt, wir Ägypter glauben das. Lieber kümmert sich der Westen um seine eigenen Probleme und lässt Ägypten und andere arabische Länder in Ruhe. Wir wissen, was wir wollen und können alleine entscheiden ... uns allen ist eine Tatsache bekannt: der Westen unterstützt keine Demokatie in arabischen Ländern, sondern nur und egoistisch seine eigenen Interessen. Also unsere Botschaft ganz klar: nein, danke.
aeronaut79 01.10.2011
5. Kein Politiker
Zitat von RagabAbdelatywir brauchen keine Hilfe von den USA, die Mubarak bist letzter Minute unterstützt haben. Jetzt kommt ein amerikanischer Schauspieler, um sich in Ägypten im Kleid eines "Revolutionärs" zu werben und denkt, wir Ägypter glauben das. Lieber kümmert sich der Westen um seine eigenen Probleme und lässt Ägypten und andere arabische Länder in Ruhe. Wir wissen, was wir wollen und können alleine entscheiden ... uns allen ist eine Tatsache bekannt: der Westen unterstützt keine Demokatie in arabischen Ländern, sondern nur und egoistisch seine eigenen Interessen. Also unsere Botschaft ganz klar: nein, danke.
Zu Ihrer Erinnerung: Sean Penn ist kein Politiker und kein Repräsentant der amerikanischen Regierung. Bitte lernen Sie jeden Menschen als Individuum zu sehen und nicht als Teil eines (politischen) Kollektivs. Im Übrigen sehen das Menschen auf dem Tahrir-Platz wohl nicht so wie Sie. Wer sind Sie dass Sie für alle Agypter sprechen können?
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