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Kamerun: Mindestens 18 Tote bei Selbstmordanschlag auf Marktplatz

Zwei Selbstmordattentäter haben sich auf einem Marktplatz in Kamerun in die Luft gesprengt, mindestens 18 Menschen wurden getötet. Die Täter gehören mutmaßlich der Terrorgruppe Boko Haram an.

Bei einem Bombenanschlag im Norden Kameruns haben zwei Selbstmordattentäter mindestens 18 Menschen getötet. Mehr als 50 weitere Menschen seien in der Ortschaft Memé, die nahe der Grenze zu Nigeria liegt, verletzt worden, sagte Midjiyawa Bakary, der Gouverneur der Region, am Freitag.

Die beiden Attentäter haben demnach auf einem Marktplatz als Gemüsehändler posiert und dann ihre Sprengstoffgürtel in einer Menschenansammlung gezündet.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Es wird vermutet, dass die Täter der Terrorgruppe Boko Haram angehörten. Die Region, die an Nigeria grenzt, wird regelmäßig von Anschlägen der Terrorgruppe erschüttert. Die sunnitischen Fundamentalisten terrorisieren den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer Kamerun, Niger und Tschad.

Die Islamisten wollen dort einen sogenannten Gottesstaat errichten, mit strengster Auslegung des islamischen Rechts, der Scharia. Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe wurden seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet.

sun/dpa/Reuters

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meroswar 19.02.2016
Warum nur schaffen es Nigeria und Kamerun nicht, Boko Haram zu besiegen? Wenn immer wieder Terroristen von Nigeria aus die Grenze überqueren, um in Kamerun Anschläge zu verüben, dann muss das kamerunische Militär die Grenze besser bewachen und ggf. einen Zaun errichten, um die Terroristen vom Grenzübertritt zu abzuhalten. Und Nigeria hat es ja noch nicht mal geschafft, Boko Haram die Eroberungen zu entreißen. Da das Militär jedoch auch durch Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung auffällt und zudem mit regionalen Kriegsherren zusammenarbeitet, gibt es in der Zivilbevölkerung kaum Rückhalt. Versäumt wird aber von der korrupten nigerianischen Regierung auch, die Wurzeln des Problems anzugehen. Dazu zählen u.a. das gewalttätige Militär, die Perspektivlosigkeit sowie auch ethnische Unterdrückung. Ich habe jedoch nicht, dass sich davon in nächster Zeit etwas ändern wird. Wenigstens Kamerun sollte versuchen, seine Bürger vor diesem Wahnsinn wirkungsvoll zu schützen.
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