Damaskus - Syriens Rebellen kontrollieren bereits alle Grenzübergänge zur Türkei, jetzt feiern sie im Kampf gegen Diktator Baschar al-Assad einen weiteren Erfolg: Sie eroberten nach schweren Gefechten auch einen Grenzübergang zum Irak.
An den Kämpfen in dem Ort Jarubija seien Brigaden der Freien Syrischen Armee (FSA) und die islamistische Nusra-Front beteiligt gewesen, meldete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter.
Sowohl die Rebellen als auch die Regierungstruppen verloren in den vergangenen Tagen in Syrien viele Kämpfer. Nach Informationen der Opposition starben allein am Donnerstag 32 Soldaten und 48 bewaffnete Regimegegner. Unter den getöteten Rebellen seien fünf ausländische Kämpfer, hieß es. Am gleichen Tag wurden auch 60 Zivilisten getötet.
Im Umland von Damaskus wurden den Angaben zufolge die Leichen von zehn Männern gefunden. Einer der Männer war enthauptet worden. Die Toten lagen an der Straße, die von Damaskus nach Al-Dumair führt.
Opposition wirft Armee Massaker an 72 Dorfbewohnern vor
Die syrische Opposition beschuldigt die Regierungstruppen, für ein Massaker an 72 Menschen in einem Dorf nahe der Großstadt Aleppo verantwortlich zu sein. Die Opfer seinen ermordet worden, nachdem die Soldaten Assads das Dorf Malkije im Osten der Provinz gestürmt hätten, hieß es in einer Mitteilung des größten syrischen Oppositionsbündnisses Nationale Koalition. Das Massaker wurde demnach vor drei Tagen verübt, inzwischen seien 49 Leichen identifiziert.
Nach Angaben des Aktivistennetzwerks Pressezentrum von Aleppo sind unter den Opfern auch Kinder, Frauen und ältere Menschen. Ihnen sei vorgeworfen worden, mit den Rebellen der Freien Syrischen Armee kollaboriert zu haben. Es sei zu Folter und Vergewaltigung gekommen. Auch seien Häuser in Brand gesteckt worden.
Unter den 49 identifizierten Opfern seien sieben Kinder im Alter von acht Monaten bis zwölf Jahren. 23 weitere Opfer seien von den Regierungstruppen verbrannt worden und hätten nicht identifiziert werden können.
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hatte nach eigenen Angaben "Informationen" über den Tod "Dutzender Zivilisten in Malkije nach einem Angriff der regulären Truppen". Die in London ansässige Beobachtungsstelle forderte die Uno auf, den Vorfall zu untersuchen.
als/dpa
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