Kampf gegen IS Irakische Armee erobert offenbar Flughafen von Mossul

Bei ihrem Kampf um die Rückeroberung der Großstadt Mossul ist die Anti-IS-Koalition offenbar entscheidend vorangekommen: Irakische Sicherheitskräfte stürmten angeblich den strategisch wichtigen Flughafen.

Zerstörtes Gebäude nahe des Flughafens Mossul
DPA

Zerstörtes Gebäude nahe des Flughafens Mossul


Um die Stadt Mossul wieder komplett unter Kontrolle zu bekommen, muss die internationale Koalition auch den Westteil erobern, der immer noch von der Extremistenmilz "Islamischer Staat" (IS) gehalten wird. Jetzt gab es bei der Offensive offenbar einen wichtigen Erfolg.

Denn die von den USA unterstützten irakischen Sicherheitskräfte haben nach offiziellen Angaben den Flughafen erobert. Auch eine in der Nähe gelegene Militärbasis sei eingenommen worden, berichtete das Staatsfernsehen.

Die Einsatzkräfte, darunter Beamte der irakischen Bundespolizei und einer Elitetruppe des Innenministeriums, griffen den Flughafen demnach mit Mörsern an. Kampfjets und Hubschrauber machten den Weg für Bodentruppen frei, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Unterstützt wurden die irakischen Truppen durch US-Einsatzkräfte.

Die irakische Armee hatte seit der Eroberung des Ostteils von Mossul versucht, auch den Flughafen und die Basis unter ihre Kontrolle zu bekommen. Von dort aus wollen sie ihre Offensive auf den Westteil der Millionenstadt starten.

Es ist unklar, wie viele IS-Kämpfer den Flughafen verteidigen. US-Beamte hatten aber am Montag erklärt, dass sich noch insgesamt rund 2000 Dschihadisten in Mossul aufhalten.

als/AP/Reuters/AFP



insgesamt 27 Beiträge
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grünbeck,harald 23.02.2017
1. Gibt es bei den Angriffen Opfer unter der Zvielbevölkerung
Bei der Befreiung von Aleppo konnte man ständig in den Medien über Opfer unter der Zivielbevölkerung lesen. Läuft es in Mossul anders oder wird hier etwas verschwiegen? Ich kann mir nicht vorstelln, daß bei diesen militärischen Handlungen nur IS-Kämpfer vertrieben oder getötet werden. Wobei ich das Töten von IS-Kämpfern für richtig halte, denn das sind Kriegsverbrecher und bezahlte Mörder.
rkinfo 23.02.2017
2. Der IS tötet Zivilisten - sonst nichts Neues in Mossul
Zitat von grünbeck,haraldBei der Befreiung von Aleppo konnte man ständig in den Medien über Opfer unter der Zivielbevölkerung lesen. Läuft es in Mossul anders oder wird hier etwas verschwiegen? Ich kann mir nicht vorstelln, daß bei diesen militärischen Handlungen nur IS-Kämpfer vertrieben oder getötet werden. Wobei ich das Töten von IS-Kämpfern für richtig halte, denn das sind Kriegsverbrecher und bezahlte Mörder.
Das einzige Problem für Zivilisten sind die IS-Kämpfer und deren Massakrierwahn. In Allepo hatten die dortigen Islamisten starken Rückhalt in der ebenfalls islamistischen Zivilbevölkerung, während in Mossul diese Menschen nur auf den Tod der bestialischen IS-Unterdrücker warten. In Rakka wird es ähnlich laufen, denn IS bedutet, dass gemeingefährliche Irre einfache Bürger im blutigen Würgegriff haben.
gowanow 23.02.2017
3. Angeblich, Offenbar
Es wurde oder nicht. Offizielle Nachrichtensender geben bekannt. Was denn nun. Wo sind die Meldungen von der so genannten Menschenrechtorganisation aus London, der weiß doch sonst immer alles.
print1939 23.02.2017
4. Freiwillige Selbstkontrolle
Zitat von grünbeck,haraldBei der Befreiung von Aleppo konnte man ständig in den Medien über Opfer unter der Zivielbevölkerung lesen. Läuft es in Mossul anders oder wird hier etwas verschwiegen? Ich kann mir nicht vorstelln, daß bei diesen militärischen Handlungen nur IS-Kämpfer vertrieben oder getötet werden. Wobei ich das Töten von IS-Kämpfern für richtig halte, denn das sind Kriegsverbrecher und bezahlte Mörder.
Im Gegensatz z. B. zu Russland oder Türkei dürfen unsere Medien eben auswählen worüber sie berichten. Aber die Haarfarbe von Trump ist nun mal viel interessanter als Zivilisten die von Freunden aus unserer sogenannten Wertegemeinschaft bestimmt nur aus Versehen umkommen. Und Vorsicht Satire: bestimmt sin keine Kinder unter den Toten..
sven2016 23.02.2017
5.
Als Hinweis: "angeblich" in der Headline ist negativ besetzt. Andere Formulierungen wären eher angebracht. Berichte über vage Ereignisse könnte man auch etwas zurückstellen.
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