Kampf gegen Terrormiliz IS Dutzende Tote bei US-Angriff im Jemen

Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge im Jemen zwei Trainingslager des "Islamischen Staats" angegriffen. Dabei wurden Dutzende Mitglieder der Terrormiliz getötet.


Bei einem US-Angriff auf zwei Trainingslager der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) im Jemen sind nach Angaben des Pentagon Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handle es sich um Mitglieder des IS, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Es gab keine Auskunft zu der Art des Militärschlags.

Die Terrormiliz habe die beiden Camps in der Provinz Al-Baida genutzt, um Kämpfer unter anderem im Umgang mit verschiedenen Waffen wie Maschinengewehren und Raketenwerfern auszubilden, hieß es weiter.

Laut Pentagon ist der Jemen ein zentrales Gebiet für die Rekrutierung und Ausbildung von Terroristen, die "Anschläge gegen Amerika und seine Verbündeten weltweit" planen. Zusammen mit der jemenitischen Regierung unterstützen die US-Streitkräfte dort Anti-Terror-Einsätze gegen den IS sowie gegen al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP).

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Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen seit drei Jahren gegen Truppen des Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 fliegt ein von Saudi-Arabien angeführtes Bündnis Luftangriffe gegen mutmaßliche Stellungen der Rebellen. Dabei trägt Riad eine wesentliche Verantwortung dafür, dass die Lage in dem Land eskaliert ist (mehr über die Hintergründe des Konflikts lesen Sie hier). Laut der Uno ereignet sich im Jemen derzeit die größte humanitäre Katastrophe der Welt.

aar/dpa/Reuters



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