Kampf um Super-Delegierte Obama überflügelt Clinton

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten unterstützen immer mehr Super-Delegierte Barack Obama. Anfang Februar hatte Hillary Clinton noch einen Vorsprung von 90 Stimmen - jetzt liegt der Senator aus Illinois erstmals vor ihr, berichten US-Medien.


Washington - Nach Angaben des Fernsehsenders ABC und der "New York Times" vom Freitag hat der Senator aus Illinois erstmals mehr Super-Delegiertenstimmen hinter sich als seine Rivalin Hillary Clinton. Seit den Vorwahlen in North Carolina und Indiana, die insgesamt Obamas Führung bestätigten, stellten sich zwölf weitere Super-Delegierte hinter ihn - sieben allein am Freitag.

Barack Obama entspannt im Tex-Mex-Restaurant: Gute Nachrichten für den Senator
AP

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Der im Rennen um die Kandidatur ausgeschiedene Demokrat John Edwards sagte, Obama habe "eine bessere Chance" als Clinton, den konservativen Herausforderer John McCain zu schlagen.

"Gehen wir einfach davon aus, dass Obama der Präsidentschaftskandidat ist. Denn alle Anzeichen zeigen in diese Richtung", sagte Edwards dem TV-Sender NBC am Freitag.

Andere Parteigrößen wie die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, der Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, oder Ex-Vizepräsident Al Gore haben sich bislang nicht öffentlich zu einem der beiden Kandidaten bekannt.

Der Senator aus Illinois und die ehemalige First Lady liefern sich seit Monaten einen harten Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Da weder Obama noch Clinton in den noch ausstehenden Vorwahlen die erforderliche absolute Mehrheit von 2025 Delegiertenstimmen erreichen können, werden auf dem Parteitag Ende August in Denver die Super-Delegierten über die Präsidentschaftskandidatur entscheiden.

jul/AFP



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