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Aus Sicherheitsgründen: Kanada will 25.000 Syrer erst später aufnehmen

Kanadas Premier Trudeau: Wahlkampfversprechen wird später eingelöst Zur Großansicht
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Kanadas Premier Trudeau: Wahlkampfversprechen wird später eingelöst

Die Regierung in Kanada hat versprochen, 25.000 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen. "Wir werden sie mit einem Lächeln begrüßen", sagte Einwanderungsminister John McCallum. Das wird allerdings später als geplant geschehen.

Aus Logistik- und Sicherheitsgründen hat Kanada die Aufnahme von 25.000 syrischen Flüchtlingen verschoben. Bis Ende Dezember sollen die ersten 10.000 Menschen aus Lagern in Jordanien, dem Libanon und der Türkei abgeholt werden, sagte Einwanderungsminister John McCallum. Ende Februar soll die Aufnahme dann abgeschlossen sein. Ursprünglich hätte es bereits zum 1. Januar so weit sein sollen.

"Wir werden sie mit einem Lächeln begrüßen", sagte McCallum. Er sprach von einer "wunderbaren humanistischen Geste aller Kanadier".

Nach den Anschlägen in Paris mit 130 Toten war die Kritik an der Entscheidung der Regierung in Ottawa lauter geworden. Zu der Terrorserie hat sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannt. Jüngsten Umfragen zufolge sind 54 Prozent der Kanadier für eine Sicherheitsüberprüfung der Flüchtlinge, bevor sie aufgenommen werden.

Die Aufnahme von 25.000 Syrern war eines der Wahlkampfversprechen des neuen Regierungschefs Justin Trudeau. Er will vor allem Familien ins Land holen - allein reisende Männer nur dann, wenn sie als Schwule einen besonderen Schutz benötigen.

Die Ankündigung Kanadas dürfte in den USA auf wenig Begeisterung stoßen. Dort hatten sich zuletzt zahlreiche Bundesstaaten gegen eine Aufnahme syrischer Flüchtlinge ausgesprochen.

Einwanderungsminister McCallum: #WelcomeRefugees Zur Großansicht
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Einwanderungsminister McCallum: #WelcomeRefugees

aar/AFP/AP/Reuters

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