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22. Februar 2013, 21:04 Uhr

US-Militär

Risse in Turbine legen Test-Kampfjets lahm

Die F-35 soll der Stolz der US-Luftwaffe werden, ein Kampfflugzeug vollgestopft mit High-Tech: Doch die Jets müssen nun vorerst am Boden bleiben. Bei Testflügen hatten sich Risse in der Turbine gebildet. Nun wird die komplette Flotte überprüft.

Washington - Es ist eine bemerkenswerte Vorsichtsmaßnahme des Pentagon: Die USA halten ihre F-35-Kampfflugzeuge bis auf weiteres am Boden. Zuvor hatte eine Routineuntersuchung in Kalifornien bei einem der Tarnkappen-Jets einen Riss in der Turbine ergeben. Der Schaden wurde an einem Testexemplar des High-Tech-Kriegsgeräts entdeckt.

Nach Angaben des US-Militärs ist es noch zu früh, um von Beschädigungen bei weiteren Flugzeugen auszugehen. Aus Sicherheitsgründen seien jedoch alle weiteren Starts gestrichen.

Man arbeite aber eng mit den Entwickler des Jets zusammen. Die F-35 ist ein Projekt des Rüstungskonzerns Lockheed Martin. Die Turbinen werden jedoch von der Firma United Technologies hergestellt.

Die Maschinen werden seit 2006 produziert und sollen mittelfristig eine entscheidende Rolle in der Luftstreitmacht der USA einnehmen. Mehr als 2000 der Flugzeuge will das Pentagon ordern. Derzeit laufen aber noch umfangreiche Testmaßnahmen. Doch schon vor dem aktuellen Rückschlag gab es immer wieder Probleme mit den Flugzeugen. Zuletzt hatten Schäden an der Elektronik die F-35-Maschinen am Boden gehalten.

jok/Reuters

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