US-Militär: Risse in Turbine legen Test-Kampfjets lahm

Soldat vor F-35-Kampfjet (Archivbild): Probleme mit dem Antrieb Zur Großansicht
AP/ USAF

Soldat vor F-35-Kampfjet (Archivbild): Probleme mit dem Antrieb

Die F-35 soll der Stolz der US-Luftwaffe werden, ein Kampfflugzeug vollgestopft mit High-Tech: Doch die Jets müssen nun vorerst am Boden bleiben. Bei Testflügen hatten sich Risse in der Turbine gebildet. Nun wird die komplette Flotte überprüft.

Washington - Es ist eine bemerkenswerte Vorsichtsmaßnahme des Pentagon: Die USA halten ihre F-35-Kampfflugzeuge bis auf weiteres am Boden. Zuvor hatte eine Routineuntersuchung in Kalifornien bei einem der Tarnkappen-Jets einen Riss in der Turbine ergeben. Der Schaden wurde an einem Testexemplar des High-Tech-Kriegsgeräts entdeckt.

Nach Angaben des US-Militärs ist es noch zu früh, um von Beschädigungen bei weiteren Flugzeugen auszugehen. Aus Sicherheitsgründen seien jedoch alle weiteren Starts gestrichen.

Man arbeite aber eng mit den Entwickler des Jets zusammen. Die F-35 ist ein Projekt des Rüstungskonzerns Lockheed Martin. Die Turbinen werden jedoch von der Firma United Technologies hergestellt.

Die Maschinen werden seit 2006 produziert und sollen mittelfristig eine entscheidende Rolle in der Luftstreitmacht der USA einnehmen. Mehr als 2000 der Flugzeuge will das Pentagon ordern. Derzeit laufen aber noch umfangreiche Testmaßnahmen. Doch schon vor dem aktuellen Rückschlag gab es immer wieder Probleme mit den Flugzeugen. Zuletzt hatten Schäden an der Elektronik die F-35-Maschinen am Boden gehalten.

jok/Reuters

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 50 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. optional
ColoradoAvalanche 22.02.2013
Der Stolz der US-Luftwaffe ist eher die F-22 Raptor!
2.
Atheist_Crusader 22.02.2013
Zitat von sysopEs ist eine bemerkenswerte Vorsichtsmaßnahme des Pentagon: Die USA halten ihre F-35-Kampfflugzeuge bis auf weiteres am Boden.
Bis auf Weiteres? Der Stolz der Luftwaffe? Die F-35 hat noch nie an einem Kampfeinsatz teilgenommen. Es ist das überteuerte Flugzeug von Morgen, für den Fall dass irgendjemand etwas entwickelt (und in Massen produziert), das besser ist als das bisherige Flaggschiff der Airforce, die F-22. Es ist sogar gut möglich, dass die F-35 niemals so richtig zum Einsatz kommen wird. Mit der fortschreitenden Drohnentechnologie und dem globalen Sattelitennetz der USA wird das immer wahrscheinlicher. Wie man schon bei den bisherigen Drohnen gesehen hat: Drohnen kann man nicht gefangennehmen, Drohnen kann man nicht foltern, abgeschossene Drohnen bringen keine "bringt unsere Jungs nach Hause"-Mobs an der Heimatfront. Und Drohnen haben keine schwächliche biologische Komponente, die bei zu hoher Geschwindigkeit einfach versagt.
3. grounded
chiefseattle 22.02.2013
Erst die Boeing 787, jetzt die Lockheed-Martin F-35. Zwei Flugzeuge die vorschnell auf den Markt geworfen wurden. Das sind keine Kinderkrankheiten mehr, sondern massive Konstruktionsfehler.
4. Naja...
f.orenstöpsel 22.02.2013
Zitat von sysopDie F-35 soll der Stolz der US-Luftwaffe werden, ein Kampfflugzeug vollgestopft mit High-Tech: Doch die Jets müssen nun vorerst am Boden bleiben. Bei Testflügen hatten sich Risse in der Turbine gebildet. Nun wird die komplette Flotte überprüft. Kaputte Turbine: USA legt Kampfjet-Flotte wegen Rissen lahm - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/kaputte-turbine-usa-legt-kampfjet-flotte-wegen-rissen-lahm-a-885108.html)
Das Problem werden die schon in den Griff kriegen,bei dem Kipprotor-Wandelflugzeug Bell-Boeing V-22 Osprey hat es letztendlich auch geklappt.Ähnlich wie bei den europäischen Projekten wie der Hubschrauber NH-90 oder dem Transportflugzeug A-400 M. Aber ob solche High tech Geräte wirklich die nächsten 20-25 Jahre halten werden bei normalem Wartungsaufwand ?Und dann für den Preis,samt Ersatzteilversorgung ?Auch wenn er gleich drei Flugzeuge ersetzen soll.Also ein Exportschlager kann das wohl kaum werden,aus reinen Anschaffungskosten gemeint.
5. Da werden heute wohl ...
sonntagsbrötchen 22.02.2013
bei GE und RollyRoyce die Sektkorken knallen. Nachdem Gen. Schwartz vom Kongress abgewatscht wurde weil er die Entwicklung für ein alternatives Triebwerk für die F-35 durch GE/RR weiter vorantrieb und die Entwicklung des F136 Triebwerk von GE/RR kurz vor der Einstellung stand. Da kommen die Probleme mit dem PW F135 gerade recht. PW hatte in den letzten Jahren eigentlich nur noch einen Flopp nach dem anderen da wundert einen das auch nicht.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Ausland
RSS
alles zum Thema US-Militär
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 50 Kommentare
  • Zur Startseite