Katalonien Separatisten einigen sich auf Koalitionsregierung

Die katalanischen Separatisten steuern weiter auf eine Abspaltung von Spanien zu. Die linken und liberalen Befürworter der Unabhängigkeit haben sich auf die Bildung einer gemeinsamen Autonomieregierung verständigt.

Katalanischer Regierungschef Mas: Er soll im Amt bleiben
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Katalanischer Regierungschef Mas: Er soll im Amt bleiben


Knapp drei Monate nach der Regionalwahl in Katalonien haben sich die Separatisten auf eine gemeinsame Regierung geeinigt. Das liberale Parteienbündnis Junts pel Si und die linke CUP wollen mit ihrer Koalitionsbildung die Pläne für eine Unabhängigkeit vorantreiben. Der bisherige Regierungschef Artur Mas bleibt nun doch im Amt, nachdem die CUP sich lange gegen seine Wiederwahl gesträubt hatte.

Die Unabhängigkeitsbefürworter hatten bei der Regionalwahl im September die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament der nordostspanischen Region gewonnen.

Der katalanische Regierungschef Mas hatte die Wahl zur Abstimmung über die Abspaltung von Spanien erklärt und angekündigt, Katalonien im Falle eines Wahlsieges bis 2017 in die Unabhängigkeit von Spanien zu führen. Die autonome Region mit 7,5 Millionen Einwohnern ist stolz auf ihre eigene Sprache und Kultur und sieht sich von der Zentralregierung in Madrid gegängelt und wirtschaftlich ausgenutzt.

Im November hatte das Parlament in Barcelona eine Resolution zur Abspaltung der Region von Spanien verabschiedet. Ziel ist die Schaffung einer eigenen Republik bis spätestens 2017. Das Verfassungsgericht in Madrid hat die Abspaltung kurz darauf vorläufig gestoppt.

syd/brk/Reuters



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