Die ungleichen Nachbarn


Sie sind beide gleich alt, haben Familie und dieselben Ziele. Doch Herr Mwangi wohnt in einer Baracke, Herr Kiharu in einer Villa mit Pool. Einblicke ins Leben zweier Männer, die zeigen, woran eine ganze Gesellschaft krankt.

Eine Multimedia-Story aus Nairobi von Christoph Titz und Johnny Miller (360-Grad-Fotos und Drohnenvideos)

Eine Schranke, zwei Welten

Wenn Francis Mwangi zur Arbeit will, macht er einen großen Schritt. Er steigt über Müll und über Abwasser, das vor seiner Haustür in einem Rinnsal vorbeifließt. Es riecht nach Kohlefeuer, seine Nachbarn kochen schwarzen Tee. Die Sonne taucht die morgendlich-kühle Welt des Slums in gleißendes Licht.

Mwangi hat seine schwarze Wachmannuniform angelegt, er hängt das Vorhängeschloss an die Brettertür und steigt den schmalen Pfad zwischen den Wellblechwänden hinauf. Bis zur Schranke, die sein Arbeitsplatz ist.

Drohnen-Video: vom Slum zur Villa

700 Meter entfernt macht auch Johan Kiharu einen großen Schritt. Er will zur Arbeit und steigt in seinen Geländewagen, einen weißen Toyota Land Cruiser, Executive-Edition mit getönten Fenstern, Ledersitzen, V8-Motor, Klimaanlage. Die Tür der Villa schließt er nicht ab. Der Wächter ist da, die Köchin und die Haushälterin – und Toffee und Oreo, die Hunde der Familie. Die Sonne spiegelt sich im Swimmingpool.

Mwangi und Kiharu sind beide 43 Jahre alt, beide verheiratet, beide haben drei Kinder. Sie leben im gleichen Stadtviertel Nairobis, in Karura. Sie sind praktisch Nachbarn, doch sie leben in verschiedenen Welten, durch Schranken getrennt.

Eine dieser Barrieren kann man anfassen. Der gelb lackierte, eiserne Schlagbaum grenzt Mwangis Slum Huruma von Runda Evergreen ab, dem Villenquartier, in dem Johan Kiharu lebt.

Mwangi hebt und senkt die Schranke und wird dafür von den reichen Nachbarn bezahlt: 4,50 Euro hat er am Ende einer 24-Stunden-Schicht verdient. Er und seine Kollegen passen auf, dass keine Kriminellen in das Villenviertel eindringen, dort stehlen, einbrechen, rauben. Passiert das? "Nein", sagt Mwangi. "Aber die Menschen dort fühlen sich besser, weil es die Schranke gibt."

360-Grad-Video: Sehen Sie sich an Mwangis Arbeitsplatz um

Vor Mwangis Schranke biegt die asphaltierte Straße scharf ab. Hier rollen viele Geländewagen, manchmal ein Porsche oder ein Mercedes um die Ecke. Sie fahren zu einer der Shopping Malls mit Apple Store und Multiplex-Kino, zur Arbeit oder zur Schule, mit Kindern auf dem Rücksitz, die später mal studieren werden.

Im weißen Land Cruiser des Anwalts Kiharu schauen seine Söhne auf ihre Smartphones, sie fahren an der Schranke, an Mwangi vorbei, der sie dort bewacht. Sie sehen ihn nicht. Wenn der Vater sie an ihrer indischen Privatschule im Zentrum abgeliefert hat, fährt er weiter in sein Büro.

Um die Schranke, an der Mwangi steht und an der Kiharu fast jeden Tag vorbeifährt, könnten beide herumgehen. Und wenn man Kiharu bittet, steigt er kurz aus und gesellt sich für ein Foto zu Mwangi. Zu sagen haben sie sich nichts. Worüber sollten sie auch sprechen?

Für Kiharu kauft die Haushälterin ein, was seine Frau ihr aufgetragen hat. Mittags speist er im Muthaiga Golf Club orientalisches Hühnchen vom Grill. Wie immer mittwochs beginnt für die Vereinsmitglieder die Clubnight schon am Mittag. Mit dem Vorstand einer Bank chippt er um die Wette, anschließend werden Deals an der Bar eingefädelt.

Für Mwangi gibt es mittwochs kein Mittagessen, genau wie an jedem anderen Tag. Eine Ingwerlimonade muss genügen. "Zucker hält mich wach, so komme ich über den Tag", sagte er. Fleisch kauft er nur einmal im Jahr, zu Weihnachten. An allen anderen Tagen kocht die Familie abends Bohnen und Mais auf einem Kohlefeuer, Gas ist zu teuer. Mwangis Welt kennt keine "freien" Tage, auch samstags und sonntags nicht.

Zwei Einzelschicksale - und doch sind sie symptomatisch für die soziale Ungleichheit in Kenia.

Neue Herren, altes Elend

Das Viertel, in dem die ungleichen Familienväter Mwangi und Kiharu leben, war vor 40 Jahren eine Kaffeeplantage. Zwischen den Sträuchern lebten die Arbeiter als sogenannte Squatter, als Besetzer. Ihr weißer Chef ließ die Einheimischen auf seinem Land hausen, denn er zahlte ihnen zu wenig für ein eigenständiges Leben.

Kaffeeplantage in Thika

Es galt damals, was in den Slums von heute noch immer gilt: Ärmlich wohnen, fußläufig zur Arbeit. Das Einkommen reicht nur für ein Leben von der Hand in den Mund. Lediglich die Herren sind heute andere.

In den Siebzigern kauften drei kenianische Geschäftsleute die Kaffeefarm. Sie wussten: Die Vereinten Nationen hatten in der Nähe viel Land für den Hauptsitz des Uno-Umweltprogramms erworben. So wurden aus der Plantage Dutzende wertvolle Baugrundstücke. Und die Verkäufer gehörten bald zu den reichsten Menschen Kenias, die Squatter mussten gehen, vertrieben von Landsleuten, rund 15 Jahre nach der Unabhängigkeit. Im benachbarten Karura Forest gründeten sie den Huruma-Slum, direkt neben dem neuen Villenviertel Runda.

Mwangi hat es weit gebracht. Er hat die einzige zweistöckige Wellblechhütte im Slum, ein Motorrad auf Kredit gekauft, meist genug Geld für Strom, einen Fernseher und zwei Kinder samt ihrer kostenpflichtigen weiterführenden Schule.

Die Hütten in dem Armenviertel sind eng, das Leben der Bewohner spielt sich tagsüber meist außerhalb ab. Mwangis Frau Salome bindet sich die einjährige Mercy auf den Rücken, nimmt ihre Machete in die Hand und zieht los. Für ein wenig Geld lichtet sie im benachbarten Stadtwald das Unterholz. Der Erstgeborene John und seine Schwester Diana, 15, sind in der Schule.

360-Grad-Rundgang: Mwangi führt durch sein Haus, (schalten Sie bitte den Ton an)

Am Abend kommen alle in dem winzigen Wohnzimmer zusammen. In der Schrankwand steht ein kleiner Fernseher, für die Programme bezahlt Mwangi umgerechnet acht Euro im Monat. Das leistet er sich, weil Pay-TV zu seiner Erziehungsstrategie gehört. "Ich habe den Fernseher, damit meine Kinder abends beschäftigt sind und sich nicht draußen rumtreiben."

Draußen, damit meint Mwangi auch den Klub, der Changa‘a verkauft, ein schlimmes Getränk, gebrannt aus Hirse und Mais, oftmals illegal versetzt mit gesundheitsschädlichen Substanzen, das Augen und Verstand schaden kann und immer wieder Leute in den Elendsvierteln tötet. Jeder Zweite ist hier arbeitslos, Changa’a, Marihuana und andere Drogen haben daran ihren Anteil.

Mwangi hat neben der Wacht an der Schranke einen zweiten Job: An seinen "freien Tagen", wie er sie nennt, fährt er mit seinem Motorradtaxi Passagiere vom Slum zur Hauptstraße oder zum Markt. An guten Tagen verdient er damit um die acht Euro.

Kiharus Welt ist weit. Seine Familie hat die letzten Weihnachtsferien auf den Seychellen verbracht. Er hat ein Büro in Nairobis In-Viertel Westlands und eins an der Küste, in Malindi am indischen Ozean. Dort steht auch sein Ferienhaus.

Vom Garten Kiharus, in dem seine Kinder mit den Hunden toben, geht es am Pool vorbei ins Wohnzimmer. An den Wänden hängt afrikanische Kunst und eine gerahmte Titelseite der Zeitung "Daily Nation", darauf Kiharus Eltern. Zu ihrem goldenen Hochzeitstag widmete die Zeitung ihnen ein Porträt.

Kiharus Eltern waren Lehrer und Farmbesitzer und konnten ihre männlichen Söhne zum Studieren schicken. So zog Kiharu Ende der Neunzigerjahre in die Stadt und wurde Anwalt, ein Bruder Priester und der andere Banker.

Mwangi zog 1998 in den Huruma-Slum, etwa um die Zeit, als Kiharu die Law School absolvierte. Mwangi ist arm geblieben, Kiharu reich geworden, gemeinsam mit dem Land: Seit 2005 wuchs Kenias Wirtschaft in den meisten Jahren um mehr als fünf Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg das Pro-Kopf-Einkommen um mehr als 1000 US-Dollar.

360-Grad-Rundgang: Schauen Sie sich in Kiharus Villa um

"Ist die Armut dank des respektablen Wachstums zurückgegangen? Ich glaube es nicht", sagt ein Kenia-Analyst der Weltbank, der nicht namentlich genannt werden will. Aus anderen Schwellenländern wisse man, dass über Jahre ein Wachstum von mindestens acht Prozent nötig sei, um Armut wirklich zu senken, sagt der Analyst. Fünf Prozent seien zu wenig.

Johan Kiharu, 43, ist Rechtsanwalt und hat eines seiner zwei Büros im angesagten Stadtteil Westlands. Das andere liegt in Malindi, an der Küste des Indischen Ozeans.

Seine Wachstumszahlen hat Kenia selbstverständlich jedes Jahr veröffentlicht. Was seit 2005 nicht mit international anerkannten Methoden gemessen wurde: Armut und Ungleichheit in der kenianischen Gesellschaft.

Das ostafrikanische Land kennt auch nach einem Jahrzehnt des Wachstums keine Sozialhilfe, kein Wohngeld, keine Absicherung für Arbeitslose. Schwimmen oder untergehen - andere Möglichkeiten haben die Armen nicht. Für Autobesitzer baut der Staat neue Straßen. Die Wohlhabenden feiern den Aufschwung und kaufen weiter ein. Staatliche Investitionen und privater Konsum treiben Kenias Wachstum, sagt der Mann von der Weltbank.

Hunderttausende leben in Nairobis kleinen und großen Armengettos wie Huruma, Kibera und Mathare. Einer Schätzung der Regierung zufolge ist jeder Fünfte der drei Millionen Einwohner der Hauptstadt arm. Die Zahl könnte seit der Volkszählung 2009 inzwischen deutlich höher liegen. Der größte Telefonanbieter Kenias schätzte die Zahl der Hauptstädter anhand von Verbindungsdaten zuletzt auf vier Millionen. Das wären doppelt so viele Menschen wie vor 15 Jahren. Offizielle Prognosen nennen sogar einen noch höheren Wert.

Ein solides, aber kein richtig hohes Wachstum, Bevölkerungsexplosion in der Stadt, ein Staat, der nicht für die Bedürftigen sorgt - alles das sind plausible Gründe dafür, dass die Armen arm geblieben sind. Ein anderer ist, dass es einer korrupten Elite gut passt, wenn sich möglichst lange nichts ändert.

Für die Elendsquartiere der Städte interessieren sich die meisten Mächtigen Kenias besonders vor Wahlen. Loyalität ist bei den Armen oft käuflich - und zwar direkt und bar, mit kleinen Scheinen.

Zu Gast auf einer Gartenparty im schicken Stadtteil Spring Valley plaudert ein bei der Parlamentswahl letztlich gescheiterter Bewerber über den kenianischen Straßenwahlkampf. Er offenbarte, was die Zuhörerschar noch vor Beginn seiner Rede brennend interessierte: "Schlange oder Haufen? Schlange oder Haufen?""

Gemeint war: Sollten die Menschen vor der Bühne eine schöne Reihe bilden, damit jeder einzeln seinen 50 Schilling-Schein bekommt? Oder wirft der Kandidat am Ende das Geld bündelweise in die Menge? "Ich teile nur an eine Schlange aus", erklärt der Kandidat. "Ich bin schließlich für Recht und Ordnung angetreten."

Am Ende der Schlange postierte er stets einen seiner Wahlkampfhelfer. "Nicht, dass sich einer hinten wieder anstellt und zweimal abkassiert." Warum er nicht gewonnen habe, will jemand wissen. Es gab einen Gegenkandidaten am gleichen Ort. Der hatte die größeren Scheine.

Eine Katastrophe - oder eine große Chance?

Kenia hat wie etliche Länder im Afrika südlich der Sahara enormes Potenzial. Die Gesellschaften hier sind die jüngsten der Welt: 43 Prozent der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt.

Das kann ein beträchtliches Reservoir sein, für Wachstum und Fortschritt. Ohne Perspektiven aber ist es eine Masse, die bedrohlich für die herrschende Klasse werden könnte: wenn die Abermillionen junger, gebildeter Menschen die Verheißungen des Kapitalismus sehen, aber nichts davon abbekommen.

Gezeigt hat sich das zuletzt in Südafrika. In wenigen Ländern sind die Einkommen ungleicher verteilt, kostenlose Schulbildung für alle Südafrikaner bis zur Hochschulreife existiert seit dem Ende der Apartheid vor 20 Jahren.

Genauso lange regiert der Afrikanische Nationalkongress (ANC), die Partei Nelson Mandelas. Sie ist nach zwei Jahrzehnten von Korruption zerfressen, die Jugend wendet sich ab und oppositionellen Kräften zu. Das Resultat waren zuletzt herbe Verluste des ANC bei Regionalwahlen, immer wieder flammen Proteste gegen steigende Studiengebühren, aber auch gegen Korruption auf. Noch klammert sich Präsident und ANC-Chef Jacob Zuma an die Macht. Die Wahl 2019 aber könnte für ihn und seine Günstlinge ungemütlich werden.

Kiharu und Mwangi in Kenia haben verstanden, dass Bildung den Unterschied macht zwischen Erfolg und Misserfolg. Die beiden mögen in getrennten Welten leben, doch eine Sache eint sie doch: der Wunsch, dass ihre Kinder lernen und erfolgreich sind.

Video: Was wird die Zukunft bringen?


Am Morgen nach seiner Nachtschicht an der Schranke kommt Francis Mwangi um 6 Uhr nach Hause. Fürs Frühstück kauft er ein Päckchen Toastbrot für 40 Cent. Macht je vier Scheiben für ihn, seine Frau Salome und für die Kinder Diana und John. Vater und Mutter geben je eine Scheibe an die kleine Mercy ab. Dazu trinken sie süßen Tee mit Milch, wie jeden Morgen.

Mwangi hat mal wieder wenig Zeit. Er muss zu seinem Motorradtaxi, Kunden durch die Gegend fahren. Das Moped hat er auf Kredit gekauft, für 20.000 Schilling, umgerechnet 180 Euro, es war die zweitgrößte Investition seines Lebens.

Die größte ist die Ausbildung seiner Kinder. John und Diana besuchen eine weiterführende Schule, das kostet Mwangi gut 240 Euro pro Schuljahr. Kostenlos ist in Kenia bislang nur die Grundschule.

Als Mwangi mit seinem Helm unterm Arm vor die Tür tritt, hüpft ein kleines Mädchen, vielleicht sechs Jahre alt, die schlammige Gasse hinunter. Mwangi fragt sie, warum sie nicht in der Schule ist. Ihre Erklärung: Sie hat das Geld für den Wachmann vergessen. Der Schulbesuch kostet nichts, aber die Kosten für den Wächter werden auf die Kinder umgelegt. 20 Schilling muss sie von Zuhause holen, erst dann darf sie ins Klassenzimmer.

Bislang geht nur etwa die Hälfte der kenianischen Jugendlichen nach Klasse 8 weiter zur Schule. Dafür brauchen die Kinder der Armen so außergewöhnlich engagierte Eltern wie Francis und Salome Mwangi. Oder einen reichen Gönner wie Kiharu. "Mich macht es glücklich, wenn Kinder Erfolg haben, deren Schulgebühren ich bezahle." Kürzlich habe eine junge Frau ihr Studium abgeschlossen, deren Ausbildung er finanzierte.

Zum Ende des Jahrzehnts soll die Zukunft von Kenias Jugend, das Millionenheer der Kinder der Armen, nicht mehr so sehr vom Zufall, von der Wohltätigkeit eines Superreichen oder von großzügigen Verwandten abhängen.

Denn ab 2019, so hat es Präsident Uhuru Kenyatta versprochen, sollen in Kenia auch weiterführende Schulen kostenfrei für alle sein. Wenn Kenyatta Wort hält, könnte Mwangis Tochter Mercy davon profitieren.

Für Kenia wird es eine enorme Anstrengung, die Regierung müsste umsteuern: Denn trotz ständig wachsender Staatsausgaben geht der Anteil der Ausgaben in Bildung und Wissenschaft zurück.

Wenn es gelingt, kostenlose Bildung für alle Kenianer zu ermöglichen, steckt darin ein großes Potential für die heimische Wirtschaft, etwa durch einheimische Wissenschaftler, Manager und Ingenieure - und die Möglichkeit eines echten politischen Wandels.

Bislang ist die kritische Öffentlichkeit noch klein: Unter den Hochschulabsolventen in Nairobi, gerade unter denen, die aus armen Verhältnissen kommen, hört man heute schon: Es ist falsch, wenn Polizisten einen im Auto anhalten und Bestechungsgeld verlangen, weil sie einen sonst für eine Nacht einsperren. Wenn nicht nach Wahlprogrammen, sondern nach Ethnie gewählt wird. Wenn Stimmen bei Wahlen gekauft werden. Und wenn ein wütender Mob Straßenräuber auszieht, verprügelt und manchmal lyncht, weil die Menschen Polizei und Justiz nicht vertrauen und stattdessen Selbstjustiz üben.

Francis Mwangi ist, bei aller Energie für seine Familie und seinem täglichen Kampf, kein Revolutionär. Er sieht an seiner Schranke die Autos der Reichen, die ihm wenig Geld dafür bezahlen, dass er sie vor seinesgleichen schützt. Aber er hinterfragt die Verhältnisse nicht.

Für Mwangi ist das alles der Lauf der Welt, und damit nicht zu ändern. Er hat im Slum heute die beste Wellblechhütte, die einzige mit zwei Etagen. "Wo hätte ich hinbauen sollen? Hier ist für mich kein Platz. Also habe ich auf Gottes Land gebaut", sagt er, lacht und zeigt zum Himmel.

Für ihn gelte nur: Nicht krank werden, weiter arbeiten und auf Gott vertrauen. Was er sich vom Leben wünscht? "Meinen Kindern soll es mal bessergehen." Und für sich selbst, mit gerade einmal 43? "Nichts mehr", sagt Mwangi und lacht wieder. "Ich bin am Ende."

Impressum

Autor: Christoph Titz

Fotos und Videos: Johnny Miller

Redaktion: Johannes Korge, Jule Lutteroth, Philipp Seibt

Dokumentation: Almut Cieschinger

Produktion 360-Grad-Rundgänge: Jürgen Schrader

Schnitt: Theresia Schneider und Dorothee Wagner

Bildredaktion: Maxim Sergienko

Schlussredaktion: Thomas Fuchs

Programmierung und Grafiken: Chris Kurt, Philipp Seibt und Patrick Stotz

Koordination: Philipp Seibt und Christina Elmer

Diese Reportage ist Teil des Projekts Expedition #ÜberMorgen.