Kenia Sohn von Oppositionsführer tot aufgefunden

Ein bislang ungeklärter Todesfall wühlt Kenia auf: Fidel Odinga, Sohn von Oppositionsführer Raila, ist tot. Der 41-Jährige galt als möglicher Nachfolger seines Vaters, der ein lautstarker Kritiker von Präsident Kenyatta ist.

Fidel Odenga (r.) im Kreis seiner Familie (Vater Raila in der Mitte)
AP

Fidel Odenga (r.) im Kreis seiner Familie (Vater Raila in der Mitte)


Der Sohn von Kenias Oppositionsführer Raila Odinga ist tot. Fidel Odinga wurde am Sonntag nach einer durchfeierten Nacht mit seinen Freunden tot in seinem Bett gefunden, wie die Polizei in der kenianischen Hauptstadt Nairobi mitteilte. Die Todesursache war zunächst unklar, es wurden eine Autopsie und Ermittlungen angeordnet. Der 41-Jährige galt als möglicher Nachfolger seines Vaters. Präsident Uhuru Kenyatta und sein Stellvertreter William Ruto sprachen Odinga ihr Beileid aus, wie der Rundfunksender Capital FM berichtete.

In einem Viertel der Hauptstadt kam es nach der Todesnachricht zu Protesten. Der frühere Ministerpräsident Odinga ist einer der schärfsten Kritiker der Regierung Kenyattas. Er steht an der Spitze der Gegner der umstrittenen neuen Antiterror-Gesetze und wirft Kenyatta vor, das ostafrikanische Land in eine Diktatur zu verwandeln.

Wie die BBC berichtet, war am 2. Januar der kenianische Student Alan Wadi Okengo zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden, weil er Kenyatta in sozialen Medien verunglimpft hatte. Gegen einen prominenten Blogger wurde ebenfalls Anklage erhoben, nachdem er Kenyatta als "pubertären Präsidenten" bezeichnete.

hpi/afp



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