Kim Jong Il trifft Medwedew "Ich freue mich sehr, Sie zu sehen"

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il ist mit dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew zusammengetroffen. Die Gespräche stehen im Mittelpunkt einer einwöchigen Reise Kims - mit einem gepanzerten Sonderzug fährt der Diktator durch Sibirien und den Fernen Osten Russlands.

AP Photo/IA Port Amur

Moskau - Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il ist am Mittwoch wie geplant von dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedew empfangen worden. Die beiden Staatschefs kamen auf einem russischen Militärstützpunkt in der Nähe des Baikalsees zusammen, wie russische Agenturen meldeten.

"Ich freue mich sehr, Sie zu sehen", sagte Kim bei der Begegnung mit Medwedew rund 4400 Kilometer östlich von Moskau. Der Diktator war mit seinem gepanzerten Zug am Dienstag in der sibirischen Stadt Ulan Ude eingetroffen.

Auf dem Programm stehen Gespräche über das umstrittene nordkoranische Atomprogramm, wie der Kreml in Moskau mitteilte. Medwedew will demnach für die Wiederaufnahme der internationalen Verhandlungen über das Programm werben. Nordkorea machen die internationalen Sanktionen gegen sein Nuklearprogramm zunehmend zu schaffen.

Als Ziel von Kims Reise gilt ein Neustart in den russisch-nordkoreanischen Beziehungen. Russland will vor allem eine politisch heikle Gaspipeline über das Territorium seines kommunistischen Nachbarn Nordkorea nach Südkorea durchsetzen. Nordkorea soll im Gegenzug für den Transit von zehn Milliarden Kubikmetern Gas in sein verfeindetes Nachbarland Gebühren von 100 Millionen US-Dollar im Jahr verdienen. Das verarmte Land ist dringend auf Einnahmen angewiesen.

amz/dpa/AFP



insgesamt 9 Beiträge
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Armut, 24.08.2011
1. absolute zustimmung
ich habe mit genau dem gleichen problem zu kämpfen. verfasse meine beiträge wirklich nach meinem gewissen und wäge meine worte ab, aber... irgendeinem spon-administrator passt irgend etwas nicht, und schwupps haben wir wieder china mitten in deutschland
si_tacuisses 24.08.2011
2. Sehen Sie, das kann man doch erklären:
Was passt wird durchgelassen. Was nicht passt eben nicht. Das ist die neue deutsche Diskussionskultur und Pressefreiheit. Haben Sie doch bitte Verständnis, denn der Zensor wäre sonst arbeitslos.
pudel_ohne_mütze 24.08.2011
3. Es geht aber auch viel eleganter ( subtiler ):
Zitat von Armutich habe mit genau dem gleichen problem zu kämpfen. verfasse meine beiträge wirklich nach meinem gewissen und wäge meine worte ab, aber... irgendeinem spon-administrator passt irgend etwas nicht, und schwupps haben wir wieder china mitten in deutschland
Unser aller BUPRÄ hat tatsächlich auf einmal den Mut, gegen den politischen Mainstream anzustinken. Hochachtung Herr Wulff. Zur Diskussion gestellt wird aber seine überraschende Meinung nicht. Dann muss auch kein Zensor tätig werden und SPON setzt sich nicht dem Verdacht aus, unbotmässiger Umtriebe das Wort zu reden. So schön kann man das alles manipulieren.
tauroggen1812 24.08.2011
4. Politikergespräche sind doch normal...
Russland und Nordkorea haben eine gemeinsame Grenze im Dreiländereck, Russland, China und Nordkorea. Wenn wie hier bemerkt wird, es auch um eine Gasleitung nach Südkorea geht, ist es selbstverständlich, dies auch mit dem verantwortlichen Politiker Nordkoreas zu besprechen. Im übrigen ist es sehr gut, dass Russland und China in dieser spannungsgeladenen Region seit dem Koreakrieg, einen mässigenden Einfluss ausüben. Wo die Politik anderer hinführt, wird der Welt seit 10 Jahren vorgeführt und ist im Moment an einem sehr prägnanten Beispiel zu betrachten..
UHamm 24.08.2011
5. Ist so.
Zitat von Armutich habe mit genau dem gleichen problem zu kämpfen. verfasse meine beiträge wirklich nach meinem gewissen und wäge meine worte ab, aber... irgendeinem spon-administrator passt irgend etwas nicht, und schwupps haben wir wieder china mitten in deutschland
Mit Gewissen hat das nur beim Kommentator was zu tun, nicht beim Zensor. Wie bei den meisten Magazinen wird auch bei SPON direkt Einfluss auf die veröffentlichte Meinung genommen. Genehme Meinungen kommen durch, ungenehme nicht. Mit Pressefreiheit oder Demokratie hat das alles nichts zu tun. Ganz schlimm ist es bei Themen wie Israel oder Nahost allgemein. Unter den Zensoren sitzen vermutlich etliche Juden, die eher Israeli als Deutsche sind, sonst würden sie neutraler sein. Überhaupt vermisse ich eine ausgewogene, unparteiische Berichterstattung.
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