Im Wortlaut Südkoreas Erklärung zum Treffen von Kim und Trump

Der nationale Sicherheitsberater Südkoreas, Chung Eui Yong, hat in Washington eine überraschende Annäherung zwischen den USA und Nordkorea verkündet. Seine Erklärung im Wortlaut.

Chung Eui Yong (M.) vor dem Weißen Haus
AFP

Chung Eui Yong (M.) vor dem Weißen Haus


"Heute hatte ich das Privileg, Präsident Donald Trump über meinen jüngsten Besuch in Pjöngjang, Nordkorea, zu unterrichten. Ich möchte Präsident Trump, dem Vizepräsidenten und seinem wunderbaren nationalen Sicherheitsteam, einschließlich meines engen Freundes General McMaster, danken. Ich habe Präsident Trump erklärt, dass uns seine Führung und seine Politik des maximalen Drucks zusammen mit der internationalen Solidarität an diesen Punkt gebracht haben. Ich habe Präsident Trump die persönliche Dankbarkeit von Präsident Moon Jae In für seine Führung überbracht.

Ich habe Präsident Trump mitgeteilt, dass der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei unserem Treffen sagte, er sei der Denuklearisierung verpflichtet. Kim hat versprochen, dass Nordkorea von weiteren Atom- oder Raketentest absehen werde. Er versteht, dass die routinemäßigen gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den Vereinigten Staaten weitergehen müssen. Und er hat seine Bereitschaft ausgedrückt, Präsident Trump so bald wie möglich zu treffen.

Präsident Trump begrüßte das Briefing und sagte, er werde Kim Jong Un bis Mai treffen, um eine dauerhafte Denuklearisierung zu erreichen. Südkorea ist gemeinsam mit den Vereinigten Staaten, Japan und unseren zahlreichen Partnern auf der ganzen Welt ganz und gar einer vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel verpflichtet.

Wie auch Präsident Trump, sind wir optimistisch, einen diplomatischen Prozess fortzuführen, um die Möglichkeit einer friedlichen Lösung auszutesten. Südkorea, die Vereinigten Staaten und unsere Partner dringen gemeinsam darauf, dass wir die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und dass der Druck so lange anhält, bis Nordkorea seinen Worten konkrete Taten folgen lässt."

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aar/dpa

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horst01 09.03.2018
1. Blaupause Deutschland
Es geht in Korea voran. Was kommt, ist die Umsetzung der Blaupause Deutschland. Allerdings wird es keine Wiedervereinigung nach dem Vorbild geben, sondern eine 2-Staatenlösung. Beide Staaten wollen aus der Umklammerung ihrer Grossen Brüder entweichen. Trump will einen Deal machen, um Dollars zu sparen für seine Autarkiepolitik! Aber bis dahin versuchen die Kalten Krieger in Nord- und Südkorea das Heft in der Hand zu behalten!
Bueckstueck 09.03.2018
2. @horst01
Kompletter Unsinn. Es kann nicht "Blaupause Deutschland" und Zweistaatenlösung sein. Das eine ist diametral zum anderen. Es bleibt beim Kim Terrorregime weil China und Russland das so wollen. Nordkorea will nur eines: Eine Nichtangriffsgarantie der USA. Und alle anderen wollen keine Kernwaffen in Nordkorea. Wenn es diese Garantie der USA nicht gibt, ob geheim oder öffentlich, so wird Nordkorea auch seine Kernwaffen nicht verschrotten. Es hat sich also erstmal bis auf die Aussicht eines persönlichen Treffens nichts geändert. Auch die Chance das es scheitert ist immer noch unverändert hoch.
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