Von Ralf Neukirch
Berlin - Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, hat einen Boykott von Baumwolle aus Usbekistan gefordert. Bei der gerade angelaufenen Baumwollernte in dem zentralasiatischen Land gebe es "organisierte Zwangs- und Kinderarbeit", kritisierte Löning. Diese sei staatlich initiiert und angeordnet. "Das heißt auch, dass sie bei entsprechendem Druck schnell beendet werden kann", so der FDP-Politiker.
Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen komme der Erlös der Baumwolle vor allem dem Umfeld des Präsidenten zugute, sagte Löning. Er verwies auf Bekleidungshäuser wie H&M oder C&A, die schon jetzt keine Produkte mehr verkauften, die aus usbekischer Baumwolle hergestellt worden seien. Dem müssten sich andere Hersteller und Händler anschließen. Die Verbraucher forderte Löning auf, sich beim Kauf genau zu erkundigen, wo das Produkt herkomme.
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