Friedensgespräche in Kolumbien Regierung verhandelt mit Farc-Rebellen

Neue Hoffnung auf einen Friedensprozess in Kolumbien: Die Regierung strebt Verhandlungen mit der linksgerichteten Farc-Guerilla an. Präsident Santos bestätigte in einer Fernsehansprache erste Sondierungen - die Militäreinsätze gegen die Rebellen werden aber fortgesetzt.

Präsident Santos: Der Staatschef bestätigt zum ersten Mal Gespräche mit der Farc
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Präsident Santos: Der Staatschef bestätigt zum ersten Mal Gespräche mit der Farc


Bogotá - Knapp ein halbes Jahrhundert dauert der Konflikt zwischen Kolumbiens größter Rebellengruppe und der Regierung. Jetzt haben beide Seite die Aufnahme von Friedensverhandlungen vereinbart. Staatschef Juan Manuel Santos bestätigte in einer Fernsehansprache, es seien "Sondierungsgespräche" mit den "Revolutionären Streitkräften Kolumbiens" (Farc) geführt worden, um den Kampf zu beenden.

Es ist das erste Mal, dass Santos Gespräche mit den Farc-Rebellen bestätigt. Die Ergebnisse der "Annäherung" sollen in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden, kündigte der Staatschef an. Zugleich schloss er eine Unterbrechung des Militäreinsatzes gegen die Guerillakämpfer während der Gespräche aus. Die Präsenz der Armee werde "auf jedem Zentimeter" beibehalten.

Santos betonte in seiner Ansprache, er habe seit seinem Amtsantritt 2010 seine in der Verfassung festgeschriebene Verpflichtung wahrgenommen, nach Frieden zu streben. Auch die zweitgrößte Rebellengruppe des Landes, die "Nationale Befreiungsarmee" (ELN), sei bereit, an den Gesprächen über ein Ende der Gewalt teilzunehmen, sagte der Präsident.

Mehrere Landesmedien hatten zuvor bereits über Kontakte zwischen der kolumbianischen Regierung und der Farc berichtet. Diese seien in Kuba geknüpft worden. Damit sollten Verhandlungen auf neutralem Boden vorbereitet werden, hieß es. Der frühere Vizepräsident und Journalist Francisco Santos, Vetter des jetzigen Staatschefs, hatte im Radiosender RCN berichtet, die Verhandlungen sollten am 5. Oktober in der norwegischen Hauptstadt Oslo beginnen und dann in Havanna weitergeführt werden. Als Vermittler wird der ehemalige kolumbianische Präsident César Gaviria genannt.

Die Farc sind die größte und älteste Guerillagruppe Kolumbiens. Ihnen gehören nach offiziellen Angaben zwischen 8000 und 11.000 Kämpfer an, die vor allem in den Grenzgebieten zu Venezuela und Ecuador aktiv sind.

Der Konflikt zwischen den Rebellen und dem kolumbianischen Staat hatte 1964 begonnen. Schätzungen zufolge starben bei Kämpfen und Anschlägen, an denen auch andere linke und rechte Gruppen beteiligt waren, mehr als 200.000 Menschen.

heb/AFP/dpa



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ziegenzuechter 28.08.2012
1. ende des bewaffneten kampfes
Zitat von sysopAPNeue Hoffnung auf einen Friedensprozess in Kolumbien: Die Regierung strebt Verhandlungen mit der linksgerichteten Farc-Guerilla an. Präsident Santos bestätigte in einer Fernsehansprache erste Sondierungen - die Militäreinsätze gegen die Rebellen werden aber fortgesetzt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,852410,00.html
wo man hinschaut, scheint ein ende dieser anachronistischen kaempfe realitaet zu werden. ira, eta, farc....
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