Konflikt um Einsätze: Pakistan komplimentiert US-Truppen aus dem Land

Die USA reduzieren ihre Militärpräsenz in Pakistan. Der Schritt erfolgt laut Pentagon auf Wunsch Islamabads. Seit längerem gibt es Streit um die Aktivitäten der Truppen im Land, der Einsatz gegen Terrorchef Bin Laden hatte die Spannungen verschärft.

Washington - Auf Bitten der pakistanischen Regierung reduzieren USA ihre Militärpräsenz in dem asiatischen Land. Nach Angaben von Pentagonsprecher Dave Lapan haben die USA bereits mit dem Abzug begonnen. Es befänden sich mehr als 200 US-Militärangehörige in Pakistan, sagte er, äußerte sich aber nicht dazu, wie viele davon bereits abgezogen worden sind. Es handele es sich um Soldaten, die pakistanische Streitkräfte für die Aufstandsbekämpfung ausgebildet hätten, so Lapan. US-Militärs leisten in Pakistan vor allem Ausbildungshilfe, US-Kampftruppen gibt es in Pakistan nicht.

Islamabad hatte bereits nach den tödlichen Schüssen eines CIA-Söldners auf zwei pakistanische Männer in der Millionenmetropole Lahore von Washington verlangt, die Präsenz von CIA-Leuten in Pakistan zu reduzieren.

Nach dem Einsatz einer US-Navy-Seals-Einheit gegen Osama Bin Laden in der Garnisonsstadt Abbottabad Anfang Mai hatten sich die Spannungen verschärft. Pakistan reagierte verärgert auf die Verletzung der staatlichen Souveränität - Washington hatte Pakistan nicht eingebunden und erst im Nachhinein über die Aktion informiert. In Pakistan wurde daraufhin die Forderung laut, die USA sollten ihre Militärpräsenz im Land minimieren.

In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN wurde der ehemalige pakistanische Präsident Pervez Musharraf noch deutlicher. "Kein Staat hat das Recht, in ein anderes Land einzudringen", sagte er. "Im Grunde genommen, rein technisch, wenn man es rechtlich betrachtet ist das ein kriegerischer Akt."

Admiral Mike Mullen, Vorsitzender des Joint Chiefs of Staff und damit ranghöchster Soldat der USA, hatte kurz nach dem Schlag gegen Bin Laden erklärt, es sei Sache Pakistans zu entscheiden, ob amerikanische Soldaten in Pakistan bleiben sollten oder nicht. Bis "kleine Anzahl von US-Militärausbildern" sei ausdrücklich auf Wunsch der pakistanischen Regierung im Lande. Sollte diese ihre Anwesenheit nicht mehr wünschen, werde man sie abziehen. Mullen erklärte, er halte die militärische Partnerschaft mit Pakistan für wichtig.

kaz/ffr/dpa/dapd

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insgesamt 15 Beiträge
Forenleser 26.05.2011
Es sollten sich jetzt andere Länder anschliessen, um zu zeigen, das es so mit den USA nicht weitergehen kann. Die Interessen der USA, werden vor den Interessen der restlichen Welt gestellt und das darf einfach nicht sein.
Es sollten sich jetzt andere Länder anschliessen, um zu zeigen, das es so mit den USA nicht weitergehen kann. Die Interessen der USA, werden vor den Interessen der restlichen Welt gestellt und das darf einfach nicht sein.
moika 26.05.2011
In Bush's Amtszeit galt Pakistan als zur Achse der Guten gehörig. Seine Regierung war sogar stillschweigend damit einverstanden, daß die Pakistani klammheimlich Kernwaffen - die erste islamische Atombombe - entwickeln konnten. Um [...]
In Bush's Amtszeit galt Pakistan als zur Achse der Guten gehörig. Seine Regierung war sogar stillschweigend damit einverstanden, daß die Pakistani klammheimlich Kernwaffen - die erste islamische Atombombe - entwickeln konnten. Um die restliche Welt zu beruhigen erklärten Bush's Vertraute und hohe Militärs unisono, man habe jederzeit die Möglichkeit einzugreifen um die Sprengköpfe vor einem terroristischen Zugriff zu schützen. Lt. Experten besitzt Pakistan heute rund 120 einsatzfähige Sprengköpfe, auf die die USA mittlerweile keine Zugriffsmöglichkeit mehr haben. Und dann kommt Obama daher und quatscht wieder von der "Achse der Guten". Vermutlich hofft er innigst, daß der Rest der Welt ihm hilft, die Auswirkungen des Bush'schen Dilettantismus beiseite zu räumen. Ich habe bis heute immer einer moderaten Sicht der Dinge das Wort gesprochen. Aber langsam komme ich zu der Ansicht, daß übergroße Dummheit, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird, auch einmal bestraft werden muß. Und ich fürchte, wir werden es gemeinsam ausbaden dürfen...
pontifactus 26.05.2011
das geht nicht. haben sie ne ahnung, wie viele pommesbuden geschlossen werden müssten? und dann die horde an zivilen mitarbeitern. das können wir uns nicht leisten. wer unterhält die vielen natomatratzen?
Zitat von Braunschweiger77Wäre schön wenn die 70.000 GI`s endlich auch mal aus Deutschland abziehen würden. In keinem anderen Land der Welt sind mehr ausländische Soldaten stationiert als hier, und das 65 Jahre nach Kriegsende.
das geht nicht. haben sie ne ahnung, wie viele pommesbuden geschlossen werden müssten? und dann die horde an zivilen mitarbeitern. das können wir uns nicht leisten. wer unterhält die vielen natomatratzen?
Rodri 26.05.2011
Wundert es jdn.? Wenn die USA Tag für Tag die Souveränität Pakistans verletzten und massig Zivilisten töten, dann kann es keine andere Lösung geben als die US-Truppen rauszuwerfen. Auch Deutschland sollte sich mal überlegen wieso [...]
Wundert es jdn.? Wenn die USA Tag für Tag die Souveränität Pakistans verletzten und massig Zivilisten töten, dann kann es keine andere Lösung geben als die US-Truppen rauszuwerfen. Auch Deutschland sollte sich mal überlegen wieso wir hier 70.000+ US-Soldaten hier haben... die sollten auch mal nach Hause geschickt werden. Oder denken die wir greifen wieder unsere Nachbarn an? oO
ogs 26.05.2011
Die sind doch nur zu unserem Schutz da :-)
Zitat von Braunschweiger77Wäre schön wenn die 70.000 GI`s endlich auch mal aus Deutschland abziehen würden. In keinem anderen Land der Welt sind mehr ausländische Soldaten stationiert als hier, und das 65 Jahre nach Kriegsende.
Die sind doch nur zu unserem Schutz da :-)
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  • Donnerstag, 26.05.2011 – 08:31 Uhr
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Fläche: 796.000 km²

Bevölkerung: 184,753 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Islamabad

Staatsoberhaupt:
Asif Ali Zardari

Regierungschef: Mir Hazar Khan Khoso (interimistisch)

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