Blauhelme im Kongo 19 Tote bei Angriff auf Uno-Friedenstruppe

Bei einem Rebellenangriff auf die Uno-Truppe im Kongo sind 19 Menschen getötet worden. Uno-Generalsekretär António Guterres nannte es einen der "schlimmsten Angriffe" auf eine Friedensmission der Organisation.

Blauhelm-Truppe in der Provinz Nord-Kivu im Kongo
AFP

Blauhelm-Truppe in der Provinz Nord-Kivu im Kongo


Bei einem Rebellenangriff auf die Uno-Friedenstruppe im Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen mindestens 14 Blauhelmsoldaten und fünf Angehörige der kongolesischen Streitkräfte getötet worden. Laut der Friedensmission sind weitere 53 Uno-Soldaten verletzt worden.

Uno-Generalsekretär António Guterres nannte dies den "schlimmsten Angriff auf Uno-Friedenstruppen in der jüngsten Geschichte der Organisation". Auch das Auswärtige Amt verurteilte den "hinterhältigen Angriff" scharf. "Wir unterstützen die Vereinten Nationen darin, diese Attacke schnellstmöglich aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Tötung von Blauhelmen ist ein Kriegsverbrechen."

Der Angriff ging vermutlich von Mitgliedern der Rebellengruppe Alliierte Demokratische Kräfte (ADF) aus. Der Uno zufolge hatte er einem Stützpunkt der Friedenstruppe in Semuliki in der Provinz Nord-Kivu gegolten. Es sei Verstärkung geschickt worden, sagte Guterres. Mindestens 12 der getöteten Blauhelme stammen demnach aus Tansania.

Der Leiter der Uno-Friedensmission im Kongo, Maman Sidikou, sagte, derartige Angriffe seien "feige und ein schwerer Verstoß". Die Uno-Mission werde alles tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Im Osten des Kongos sind zahlreiche Rebellengruppen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle über die reichen Bodenschätze der Region wie Gold, Kobalt oder Zinn geht. Die rund 16.000 Mann starke Uno-Friedenstruppe hilft bei der Stabilisierung des Kongos.

cop/dpa



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