Kongo Bestürzung über Tod von Menschenrechtler Chebeya

Er gehörte zu den bekanntesten Menschenrechtlern im Kongo: Der Direktor der Menschenrechtsorganisation La Voix des Sans-Voix, Floribert Chebeya, ist tot. Seine Leiche wurde in seinem Auto gefunden. Die Uno fordert eine unabhängige Untersuchung.


New York/Brüssel - Sein gewaltsamer Tod sorgt für Entsetzen und Trauer: Der kongolesische Menschenrechtler Floribert Chebeya ist tot in seinem Wagen gefunden worden. Er war Direktor der Menschenrechtsorganisation La Voix des Sans-Voix. Diese erklärte, Chebeya sei erdrosselt worden.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärte, er sei "tief schockiert" von dem gewaltsamen Tod des Bürgerrechtlers. Chebeya sei ein allseits anerkannter Verteidiger der Menschenrechte in seinem Heimatland gewesen. "Durch sein Ansehen als Vorkämpfer für Menschenrechte verdiente er sich den Respekt und die Bewunderung seiner Landsleute und der internationalen Gemeinschaft", sagte Ban. Seine Arbeit werde als wichtiger Beitrag für die Beharrlichkeit der Kongolesen im Gedächtnis bleiben.

Zugleich bot der Uno-Generalsekretär der Regierung in Kinshasa die Hilfe der Vereinten Nationen bei der Aufklärung des Verbrechens an. Er rief zu einer sorgfältigen und unabhängigen Untersuchung auf.

Chebeya war am Mittwoch tot in seinem Auto gefunden worden. Seine Familie hatte am Dienstagabend einen Anruf von ihm erhalten, nachdem er zu einem Treffen mit dem Polizeichef in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa gegangen war. Eine Sprecherin von Amnesty International sagte, Chebeya habe in der Vergangenheit wiederholt Drohungen erhalten und sei von den kongolesischen Sicherheitsbehörden eingeschüchtert worden.

Die Demokratische Republik Kongo wird von Staatspräsident Joseph Kabila regiert. Die Menschenrechtslage in dem Land gilt als katastrophal, die Organisation La Voix des Sans-Voix dokumentiert seit Jahren Menschenrechtsverletzungen.

Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich bestürzt über Chebeyas Tod. Sie forderte die kongolesische Regierung zu einer "unparteiischen und transparenten Untersuchung" der Todesumstände auf. Ashton sagte, sie sei "sehr besorgt über die allgemeine Verschlechterung der Lage der Verteidiger der Menschenrechte im Kongo".

mmq/dpa/AP



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germanexpat 04.06.2010
1. Wieso Kongo ??
In ganz Africa werden die Menscherechte mit Fuessen getreten ein Grund warum nicht ich zur WM fahre. Die Staemme masakrieren sich gegenseitig wie und je, als noch kein weisser Mann den Kontinent betreten hat
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