Kongo Dutzende Tote bei Stammeskämpfen

Auslöser war offenbar ein Viehdiebstahl: Im Osten des afrikanischen Krisenstaats Kongo sind bei Kämpfen zweier Stämme mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen.

Flüchtlinge im Kongo
AFP

Flüchtlinge im Kongo


Durch Stammeskämpfe sind im Osten des Kongo Dutzende Menschen getötet worden. Das berichtet die Katholische Kirche des Krisenstaats. Zwölf Personen seien außerdem verletzt worden.

Bei den Zusammenstößen zwischen der Volksgruppe der Lendu und Angehörigen der Hema seien auch mindestens 600 Häuser niedergebrannt worden, Tausende Menschen seien obdachlos.

Die Kämpfe vom Wochenende in der Provinz Ituri waren infolge eines Viehdiebstahls am vergangenen Donnerstag ausgebrochen.

Provinzgouverneur Abdallah Pene Mbaka bestätigte die Zusammenstöße nordöstlich der Stadt Bunia, machte aber keine Angaben zur Zahl der Opfer. "Wir haben dort die Präsenz von Polizei und Militär erhöht", erklärte der Gouverneur.

Im Ost-Kongo haben die Sicherheitskräfte viele Gebiete nur teilweise unter Kontrolle. In dem an Bodenschätzen reichen Gebiet sind zahlreiche Milizen aktiv. Kämpfe zwischen Armee und Rebellen in dem Land haben in den vergangenen Monaten Tausende Menschen in die Flucht getrieben.

als/dpa



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