Kongo Pygmäen greifen Uno-Konvoi mit Pfeil und Bogen an

Blauhelm-Soldaten sind im Kongo von Pygmäen angegriffen worden, ein Mann wurde verletzt. Die Sicherheitskräfte reagierten besonnen.

Pygmäen im Kongo (Archivbild von 2010)
AP

Pygmäen im Kongo (Archivbild von 2010)


Ein Uno-Konvoi sollte die Sicherheitslage in der östlichen Provinz Tanganyika im Kongo bewerten - als die Soldaten plötzlich von Pygmäen mit Pfeilen attackiert wurden. Bei dem Angriff vor etwa einer Woche wurde ein Blauhelm-Soldat verletzt, teilte die Uno-Kongo-Mission Monusco mit.

Missionssprecher Serge Haag verurteilte den Zwischenfall scharf. Die Miliz vom Pygmäen-Volk der Twa habe sich "sehr feindselig" verhalten. Die Blauhelm-Soldaten hätten aber besonnen auf den Angriff reagiert - obwohl sie Gewalt hätten anwenden können.

In der Demokratischen Republik Kongo gehört etwa ein Prozent der Bevölkerung zur Minderheit der Pygmäen. Sie sehen sich oft als Bürger zweiter Klasse und kämpfen für gleiche Rechte in dem Land.

Die Uno ist seit 1999 mit Blauhelmen, Polizisten und Beobachtern im Kongo stationiert. Zuletzt waren dort 19.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

vks/dpa



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