Uno-Mission Sieben Blauhelme im Kongo getötet

Bei Zusammenstößen mit Rebellengruppen sind im Ostkongo mindestens sieben UNO-Soldaten gestorben. Die Unruhen erschweren die Hilfe für Ebola-Opfer in der Gegend.

Uno-Soldat im Kongo (Archiv)
AFP

Uno-Soldat im Kongo (Archiv)


Sieben Blauhelmsoldaten sind nach Angaben der Vereinten Nationen bei einem Einsatz im östlichen Kongo getötet worden. Zehn weitere seien verletzt worden, einer werde vermisst, teilte die Uno in New York mit.

Sechs der getöteten Blauhelmsoldaten stammten aus Malawi, einer aus Tansania. Sie seien im Rahmen der als Monusco bekannten Uno-Friedensmission gemeinsam mit der kongolesischen Armee gegen Rebellen vorgegangen. Auch auf Seiten der Armee und der Rebellen seien Menschen getötet und verletzt worden. Uno-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Gewalt.

Die Gegend im Osten des in Zentralafrika gelegenen Kongos ist reich an Bodenschätzen - zahlreiche Rebellengruppen kämpfen dort gegeneinander und gegen die Armee. Zudem ist in der Gegend Ebola ausgebrochen, in den vergangenen zwei Monaten waren mehr als 200 Menschen daran gestorben. Uno-Chef Guterres rief die Rebellengruppen dazu auf, die Gewalt einzustellen. Die Unruhen erschwerten auch die Hilfe für Ebola-Patienten in dieser sowieso schon "außergewöhnlich schwierigen Umgebung" weiter, sagte er.

mkl/AP/dpa

insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lilioceris 16.11.2018
1. Genauso
wird es mit der Bundeswehr bei ihren afrikanischen Auslandseinsätzen laufen. Da wollen wir uns nichts vormachen. Dieses Risiko kalkulieren unsere verantwortlichen Politiker voll ein.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.